Kolumnen

Hart aber fair – Rino Mathis räumt auf

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Wer meinen alten Chef von Pokeraction.ch kennt, der weiss wie er zu polarisieren mag. Ein Spruch von ihm am Pokertisch wie „Oh das waren jetzt aber zwei Fehler in einer Hand“ muss man vielleicht schon mal gefallen lassen. Doch eigentlich ist Rino Mathis ein netter Kerl und Neid und Anerkennung hat er als einziger Schweizer Pokerstars Team Pro eben wegen seinem Status: Die Einen finden er solle bessere Ergebnisse bei den EPTs liefern und die anderen gönnen ihm einfach seinen Vertrag mit Pokerstars.

Auch wenn es von meiner Flanke ab und zu etwas kritisch über Rino Mathis und seine Plattform „Pokeraction.ch“ hallt (welche er mit Cem Tasalan führt und meine geschätzte Kollegin Sabine Hahlweg betreut), bin ich doch auch derjenige, welcher über positive Veränderungen gerne berichtet. Denn trotz aller Kritik hat Rino Mathis immer Wort gehalten und dafür hat er meinen Respekt.

Es hagelte in meinem letzten Artikel über Pokeraction.ch am 28. Februar 2011 „Die Beerdigung des Swiss Rankings – Swiss Poker Awards 2011“  harte aber faire Kritik. Dieser Artikel wurde bisher mit 46 Kommentaren versehen und heiss diskutiert und „Pokeraction.ch“ hat sich daraufhin für das fehlende Feingefühl gegenüber den Swiss Pokerawards 2011, bei den Spielern entschuldigt.

Die zweite Komponente im Artikel betraf den Preispool des Swissrankings 2010. Die Beträge welche die damaligen Veranstalter pro Turnier bezahlten, sollten wieder an die Spieler ausgeschüttet werden, nachdem das Konkurrenzsystem „Schweizer Skala“, dem „Swissranking von Pokeraction.ch“ etwas den Rang streitig machte. 12’900 Schweizer Franken kamen gemäss der Selbstauskunft der Homepage von „Pokeraction.ch“ zusammen.

Im Sommer 2011 folgte dann eine Stellungnahme, dass das dieser Preispool nicht vergessen wird, aber noch nach einer Lösung gesucht wird, weil das Geld von einigen Veranstaltern vermutlich nie eintreffen werde.

Mit der Ankündigung vom letzten Freitag 3. Februar 2012 auf Pokeraction.ch löst Rino Mathis auch noch das letzte offene Versprechen ein und schüttet diesen verbliebenen Preispool nun mit einem Onlineturnier auf Pokerstars und einem Livefinal in Bregenz aus. Dies zwar in Zusammenarbeit mit dem grossartigen Sponsor Pokerstars, aber immerhin gibt es Preise im Wert von 13’500 Schweizer Franken mit sechs Nachtessen zu gewinnen.

Am Online Turnier auf Pokerstars dürfen nur die 132 besten Spieler des Swissranking 2010  mitmachen. Das Freerollturnier findet am Samstag 18. Februar 2012 um 19.00 Uhr statt. Die ersten sechs Spieler dieser Freeroll spielen dann in einem Livefinal am Freitag 24. Februar 2012 im Casino Austria in Bregenz. Zuerst gibt’s ein Essen mit der Pokeraction Crew und wer Rino Mathis kennt, weiss dass er gerne gut isst und darf sich darauf freuen. Danach spielen die verbliebenen sechs Spieler live am Tisch folgende Preise aus:

Sieger: EPT Ticket (Wert ca. CHF 6`500.-) plus CHF 500.-
Runner up: CHF 2‘200.-
3rd: CHF 1‘500.-
4th: CHF 1‘200.-
5th: CHF 900.-
6th: CHF 700.

Damit hat Rino Mathis aufgeräumt und ich finde momentan keine Argumente bezüglich meines Artikels vergangenen Jahres mehr, welche noch gelten sollten.

Ach wie liebe ich doch „Happy Endings“.

Weitere Infos zur Anmeldung ans „Swiss Ranking Finalturnier 2010“ findet ihr hier.
Cheers

Martin Bertschi

5 KOMMENTARE

  1. Martin Bärtschi sich reinschleimen ist halt auch eine Kunst.. Nur wieso zollst Mathis diesen grossen Respekt? Verdient hat er ihn nicht.. Er soll entlich mal bessere Resulate an EPT`s liefern, dessen Buy-In’s er ja von dessen Sponsor PokerStars bezahlt bekommt.. Denn es sollen ja nur wirklich gute und vom Glück verfolgte Poker Spieler Verträge bekommen wie das allgemein in der Poker Branche bekannt ist.. Bei Matthis kann man nicht sagen, dass er sehr gut spielt.. Seine Resulate sind höchstens Durchschnitt wenn überhaupt im Turnier Bereich und dies schon über viele Jahre.. Und das ist alles andere als Weltklasse, das muss jetzt einfach mal gesagt werden! Nur weil er einer der ersten schweizer Spieler war, der international Poker Turniere spielte, heisst es noch lange nicht, dass man ihm Poker Kultstatus verleihen muss, da ja jeder mitmachen kann, der einfach ein Buy-In zahlt;-)! So einfach ist DAS.

  2. Das Sponsoring von Pokerspielern ist abhängig davon, wie gut sie als Werbeträger dienen. Das kann mit Turniererfolgen sein, aber auch mit Interviews, Blogs, Strategieartikeln oder anderen Aktionen, manche sehen einfach nur gut aus.

    Es geht absolut nicht darum gute Spieler „belohnen“ zu wollen. Nicht der beste Spieler bekommt den besten Vertrag, sondern der Werbetauglichste. Und das ist auch in Ordnung so.

  3. Komplett richtig.

    Rino Mathis ist kein Pokerstars Pro, weil er die letzten Jahre die internationale Turnierszene aufgeräumt hat, denn dass er dort nicht überaus erfolgreich war weiß er selbst (obwohl Rino eh eher der Cashgame Spieler ist)
    Er ist für Stars einfach ein unheimlich interessanter Spieler für den schweizer Markt aufgrund seiner vielen Projekte die er angeschoben hat

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