Auf den Titeln der Triton Poker Series lastet für Isaac “Ike” Haxton ein scheinbar unüberwindbarer Bann. Beim $100.000 Short Deck Event in Jeju kämpfte der US-amerikanische High-Stakes-Star bis ins Drei-Handed-Play – und wurde wieder einmal vom Glück verlassen.
Mit Pocket Kings gegen Pocket Jacks lag Haxton klar im Vorteil. Ein Sieg in dieser Hand hätte ihm einen dominanten 4:1-Chiplead im Heads-Up verschafft. Doch das Board sprach gegen ihn. Der Alles-oder-Nichts-Moment kippte, als ein Jack das Blatt drehte. Für Haxton blieb nur Platz drei, 792.000 US-Dollar Preisgeld – und ein neuer Eintrag in eine bittere Serie: 36 Triton-Top-Ten-Platzierungen, aber kein einziger Titel.
Elton Tsang, der den entscheidenden Pot gegen Haxton gewann, entschied das Turnier schließlich für sich. Für den Geschäftsmann aus Hongkong war es nach 2016 bereits der zweite Triton-Erfolg. Er sicherte sich satte 1.697.000 US-Dollar. Den zweiten Platz belegte der chinesische Unternehmer Wang Ye.
Jason Koon, selbst mehrfacher Triton-Sieger und langjähriger Haxton-Konkurrent, brachte es auf den Punkt:
„Wenn jemand wie Ike noch keinen Triton-Titel hat, obwohl er sechsmal Heads-Up war, dann zeigt das, was für ein grausames Spiel Poker sein kann.“
Haxton bleibt eine der prägenden Figuren des modernen Turnierpokers. Über 15 Millionen Dollar hat er allein auf der Triton-Tour verdient. Weltweit liegt er mit über 55 Millionen Dollar an Live-Gewinnen auf Rang fünf der All-Time Money List. Dieses Niveau erreicht nur eine Handvoll Spieler. Doch eines fehlt dem New Yorker weiterhin – ein Triton-Triumph.
Viele in der Community spüren mit ihm. Leidenschaft, Können und Ausdauer prägen seit Jahren seinen Weg. Haxtons Spielstil gilt als analytisch, kompromisslos und hochpräzise. Gerade in Short Deck-Formaten, wo Varianz eine größere Rolle spielt, werden selbst stärkste Entscheidungen oft nicht belohnt.
Trotzdem gibt der 37-Jährige nie auf. Jeder neue Anlauf bringt die Hoffnung zurück. Vielleicht wird es schon beim $100K Main Event vom 16. bis 18. September klappen. Oder beim vorhergehenden $150K No-Limit Hold’em, das vom 14. bis 16. September auf dem Plan steht.
Was Haxtons Triton-Bilanz so besonders macht:
- 36 Top-Ten-Finishes
- 6 Final Table Heads-Ups – keine Siege
- Mehr als $15 Millionen Triton-Preisgelder
- 56 Cashes auf der Serie
- Gesamte Live-Gewinne: über $55 Millionen
Trotz aller Rückschläge bleibt Haxton eine Ikone. Nicht nur wegen seiner Erfolge, sondern weil er gegen die Varianz kämpft – und immer wieder aufsteht. Genau darin spiegelt sich die Essenz des Pokers: Es geht nicht nur um Titel. Es geht um Leidenschaft und Durchhaltevermögen. Manche Siege schreibt man nicht mit Pokalen, sondern mit Haltung.
