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Jane Hitchcock: Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte endet mit 78 Jahren

  • Literarisches Vermächtnis: Jane Hitchcock schrieb mehrere erfolgreiche Krimis – unter anderem den von Poker inspirierten Roman Bluff.
  • Späte Pokerleidenschaft: Mit über 65 Jahren entdeckte Hitchcock das Spiel und erzielte fast 300.000 US-$ Gewinne bei Live-Turnieren.
  • Zwischen High Society und Pokerszene: Hitchcock war einst Debütantin auf der Park Avenue und Pokerin mit Leidenschaft – eine seltene Kombination.

Jane Hitchcock ist tot. Die gefeierte Bestsellerautorin, frühere High-Society-Dame und leidenschaftliche Pokerspielerin starb im Alter von 78 Jahren. Die Todesursache wurde bislang nicht bekannt gegeben. 

Bilder von Jane Hitchcock.
Jane Hitchcock ist im Alter von 78 Jahren gestorben.

 

Hitchcock wurde 1946 geboren und machte sich zunächst einen Namen in der Welt der Literatur, insbesondere dank ihrer spannenden Kriminalromane. Aber auch abseits des Schreibens führte sie ein bewegtes Leben, das sie schließlich an die Pokertische der US-amerikanischen Ostküste führte.

Späte Leidenschaft für Poker

Erst mit über 65 Jahren entdeckte Hitchcock das Pokerspiel für sich. Auslöser war der Tod ihrer Großmutter und ein Rat, den sie nie vergaß: „Lieb die Karten, und sie werden dich lieben.“ Über PokerStars tauchte sie in das Spiel ein und fand darin eine neue Leidenschaft. „Poker wurde schnell zu einer Obsession“, sagte sie einst. 

Ein Porträt der Washington Post beschrieb sie 2017 als gewitzte, hartnäckige Spielerin mit dem Mut zum Risiko. Für Hitchcock zählte nur das Spiel. Zwischen 2013 und 2024 erspielte sie laut The Hendon Mob insgesamt 289.471 US-$ (ca. 249.000 €) bei Live-Turnieren. Ihr größter Erfolg war ein zweiter Platz beim 800-US-$-Monster-Stack-Event bei der Venetian DeepStack Championship Series 2022, der ihr 57.645 US-$ (ca. 49.600 €) einbrachte. 

In Las Vegas war Hitchcock aber eher weniger unterwegs. Häufiger war sie dagegen an den Tischen des Maryland Live! und des MGM National Harbor anzutreffen. 

Trotz ihrer Erfolge blieb Hitchcock selbst stets bescheiden: „Ich bin keine großartige Spielerin – aber ich bin hartnäckig.“

In ihrem Roman Bluff, der vom Pokerspiel inspiriert wurde, verarbeitete Hitchcock viele ihrer Erlebnisse aus der Szene. Im Gespräch mit Criminal Element sagte sie: „Das Spiel ist mein Lehrer. Es zeigt mir, wie man mit Rückschlägen umgeht. Manchmal muss man einfach sagen: ‚Next Hand‘ – und weitermachen.“ Das Spiel prägte also ihren Blick auf ihren Lebensherbst. 

Jane Hitchcock kann sicherlich eine Inspiration für viele sein, die spät im Leben noch einmal neue Wege einschlagen möchten. Übrigens: Mit dem weltberühmten Autor Alfred Hitchcock war Jane nicht verwandt.


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