News

Jared Bleznick liefert Online-Poker-Feuerwerk sondergleichen ab

Kaum war der Trubel um die diesjährige World Series of Poker abgeklungen, meldete sich Jared Bleznick schon wieder auf der Bildfläche zurück. Der Mann, der sich schon in den frühen Tagen des Online-Pokers als „Harrington25“ einen Namen gemacht hatte, sorgt derzeit auf der Blockchain-Plattform CoinPoker für Aufsehen. 

Dort tritt er unter dem Nickname „Theblez“ an und lässt es im Pot-Limit Omaha so richtig krachen. Einsätze von 1.000/2.000, Chipstacks in Millionenhöhe und ein Spielstil, der die Grenzen zwischen Genie und Wahnsinn immer wieder verschwimmen lässt, sorgen für feinste Poker-Unterhaltung.

Seit 22 Jahren mit Leidenschaft dabei

Was Bleznick von vielen anderen unterscheidet, ist seine spürbare Leidenschaft für das Spiel. In einem Statement erinnerte er sich erst kürzlich daran, wie ihn Chris Moneymakers legendärer WSOP-Sieg 2003 zum Poker brachte und dass dieses Feuer bis heute brennt. Gleichzeitig äußerte er seinen Wunsch, durch seine Arbeit als Kommentator und sein Spiel neue Spieler für nicht ganz so geläufige Varianten wie Draw, Stud oder Omaha zu begeistern. 

Dass er diesen Worten nun selbst wieder Taten folgen lässt, passt ins Bild. In seinen Duellen mit dem geheimnisvollen „Giselle54“, mutmaßlich einer der besten PLO-Spieler weltweit, bewies er Nervenstärke, auch wenn nicht jede Hand zu seinen Gunsten verlief.

Pots jenseits der 500.000-US-$-Marke

Beispiel gefällig? In einer spektakulären Szene ließ sich Bleznick mit zwei Damen zu einem massiven Bluff hinreißen, setzte am River alles auf eine Karte und wurde prompt vom Flush seines Gegners abgefangen. Doch statt sich davon bremsen zu lassen, antwortete er wenig später mit einem ebenso wuchtigen Konter: Mit Assen auf der Hand und einem Full House auf dem Board holte er sich den verlorenen Betrag nahezu vollständig zurück. 

Dass er keine Angst hat, mit spekulativen Händen in riesige Pots zu geraten, zeigte sich auch in weiteren Begegnungen mit Gegnern wie PencilArms. Die Hand begann wie so oft bei Bleznick mit einer aggressiven Three-Bet vor dem Flop, gefolgt von einer Flop-Continuation, die sein Kontrahent jedoch unbeirrt callte. Auf dem Turn erhöhte Jared erneut, diesmal deutlich im Pot-Size-Bereich. Daraufhin zog PencilArms plötzlich das Tempo an und platzierte ein massives Raise. 

Anstatt das Tempo herauszunehmen oder den Spot neu zu bewerten, ging Bleznick auf Konfrontation, reraiste direkt wieder und brachte seinen Gegner damit zum all-in. Beide einigten sich darauf, den River zweimal laufen zu lassen.

Letztlich war ihm das Glück an diesem Tag nicht hold. Sowohl der erste als auch der zweite Runout spielten PencilArms in die Karten. Das kostete Jared einen gewaltigen sechsstelligen Betrag. Statt sich zurückzuziehen oder sein Spiel anzupassen, zeigte sich Bleznick jedoch weiterhin relativ unbeeindruckt. Nur wenige Minuten später war er wieder in eine neue Hand verwickelt, erneut mit hohen Einsätzen, erneut mit Mut zum Risiko.

Showman, Grinder, Kultfigur

Bleznick bringt derzeit genau das an den virtuellen Filz zurück, was vielen im High-Stakes-Online-Poker zuletzt gefehlt hat: Emotion, Spannung und ein Hauch von Wahnsinn. Er setzt sich nicht nur mit bekannten Größen wie Patrik Antonius auseinander, gegen den er im TV-Format High Stakes Duel bereits mehrfach gewann, sondern lässt sich auch auf Duelle mit neuen Größen ein. 

Dabei agiert er furchtlos, manchmal übermütig, aber immer unterhaltsam. Dass er dabei auch noch die Community mitreißt, macht ihn zur vielleicht schillerndsten Figur des aktuellen Pokerjahres. Wer wissen will, wie sich Online-Poker 2025 anfühlt, muss also nur Jared Bleznick zuschauen.


Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments