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Jason Calacanis packt über Jungleman Cates aus

  • Hausverbot erteilt: Unternehmer Jason Calacanis schließt Dan „Jungleman“ Cates von allen privaten Pokerrunden aus.
  • Zwei Versionen: Während Calacanis Respektlosigkeit beklagt, spricht Cates von Missverständnissen und Fehlinformationen.
  • Revanche geplant: Mögliche Begegnung beim 25.000-US-$-National-Heads-Up-Turnier 2026 angekündigt.

Tech-Investor Jason Calacanis, bekannt als Co-Host des „All-In“-Podcasts, hat den zweifachen WSOP-Champion Dan „Jungleman“ Cates öffentlich von all seinen privaten Pokerrunden ausgeschlossen, und das auf recht persönliche Weise. 

Dan Jungleman Cates nach einem Turniersieg.
Dan Jungleman Cates ist für seine extravaganten Auftritte bekannt.

 

Der dem Ganzen zugrundeliegende Vorfall ereignete sich im Rahmen des Formel-1-Wochenendes in Miami, wo Calacanis ein exklusives High-Stakes-Spiel organisierte. Laut dem 54-jährigen Gastgeber habe sich Cates unangemessen verhalten, als er unangemeldet zum Spiel erschien und „wie ein Clubbesucher auf Koks“ aufgetreten sei. Calacanis behauptet, Cates habe ihn und sein Team wiederholt bedrängt, trotz Ablehnung doch noch einen Platz zu bekommen.

Ein missratener erster Eindruck

Besonders sauer stößt dem Unternehmer auf, dass Cates sich angeblich respektlos gegenüber seinem Team verhielt und sich mehrfach auf eine angebliche Einladung durch andere Spieler berief. 

Calacanis, der Cates zum damaligen Zeitpunkt offenbar nicht als professionellen Spieler kannte, fühlte sich übergangen und entschied kurzerhand, dem Pokerveteranen ein lebenslanges Hausverbot für seine Spiele zu erteilen. 

Die Anekdote diente Calacanis auch gleich als Aufhänger, um seinen bevorstehenden Auftritt bei der „National Heads-Up Poker Championship“ zu promoten, mit dem erklärten Ziel, Jungleman dort in einem möglichen späteren Match „den Kopf abzureißen“.

Jungleman widerspricht vehement

Cates hingegen beschreibt den Ablauf gänzlich anders. Er sei von mehreren Teilnehmern über Tage hinweg explizit eingeladen worden, sowohl im Vorfeld als auch vor Ort. Als er schließlich erschien, sei er davon ausgegangen, einfach mitspielen zu dürfen. 

Von Arroganz oder Respektlosigkeit will der 35-Jährige nichts wissen. Vielmehr habe er den Auftritt von Calacanis als humorvolle Inszenierung missverstanden und die Abweisung zunächst für einen Scherz gehalten. 

Erst als Calacanis „komplett ausgerastet“ sei, habe er gemerkt, dass es ernst war. Laut Cates war die Partie außerdem keineswegs das mit Pokerstars gespickte Mega-Game, als das sie dargestellt wurde. Vielmehr sei er auf Promis wie Tony Robbins oder Timothée Chalamet getroffen.

Kein Platz für Poker-Profis?

Ob es nun an Missverständnissen, Ego-Clash oder einem Mix aus beidem lag, die Fronten bleiben verhärtet. Cates betont, ihm sei es nicht darum gegangen, Eindruck zu schinden. Laut eigener Aussage fühle er sich gegenüber Superreichen und Prominenten ohnehin eher „wie ein Niemand“. Calacanis wiederum macht klar, dass seine privaten Pokerrunden keine Bühne für Profis wie Jungleman sein sollen, und schon gar nicht, wenn der Ton nicht passt. 

Die Fortsetzung des Duells folgt möglicherweise im kommenden Jahr, wenn beide beim 25.000-US-$-National-Heads-Up-Turnier antreten, das 2026 auf PokerGO ausgestrahlt wird.

    Yannick Schroth

    Yannick findet man immer dort, wo das WLAN stabil ist und Poker gespielt wird. Als digitaler Nomade schreibt er seit Jahren über das, was ihn wirklich packt: spannende Hände, emotionale Showdowns und die Menschen hinter den Chips. Während des Studiums machte er sich selbständig, um seine Reisen mit dem Schreiben zu finanzieren, blieb dann aber zumindest journalistisch am Pokertisch hängen. Heute liefert er Hintergrundberichte, News und Momentaufnahmen aus der Szene.

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