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Kanada – neue Vorwürfe gegen David Baazov

David Baazov steht erneut im Kreuzfeuer der Kritik. Wie die Ermittlung rund um den Handel mit Insiderinformationen ergab, soll der ehemalige Chef von Online Poker-Gigant Amaya zusammen mit Familienmitgliedern und Freunden seit Jahren professionell mit vertraulichen Informationen gehandelt haben.

AmayaWie das kanadische Nachrichtenportal La Presse berichtet, so ergab die Ermittlung der Autorité des Marchés Financiers (AMF), dass David Baazov sowie sein Bruder Joshua Ofer Baazov schon seit Jahren Profite mit Insiderhandel machten.

Laut den Ermittlern sollen Deals teilweise bis zu sechs Jahre zurückreichen und mit Amayas Übernahme von Cryptologic Ltd. Gestartet haben. Dabei erhielten Familienmitglieder des Baazov Clans sowie enge Freunde der Brüder „Kickback“-Zahlungen in Form von Cash, Schecks oder Luxusgütern. So wird in dem Bericht unter anderem eine Uhr aus dem Hause Rolex im Wert von €9.000 erwähnt, die als Geschenk über den Tisch ging.

Das Prinzip soll dabei immer gleich gewesen sein. So versorgten David Baazov, Josh Baazov, Craig Levett, Isam Mansour (aka Sam Miller), Benjamin Ahdoot und Yoel Altman interessierte Anleger mit vertraulichen Informationen, welche vor einer großen Transaktion viel wert waren. Als ‚Dankeschön‘ gab es dann eine Zahlung oder ein Geschenk im Wert von 10% des Profits. Dies soll über die Jahre rund C$1,5 Millionen (etwa €1,04 Mio) eingebracht haben.

Laut AMF haben einige Mitglieder dieses Informationsnetzwerks die Geschäfte sogar noch am Laufen gehalten, nachdem David Baazov wegen Insiderhandels angezeigt wurde und von seiner Stelle als CEO bei Amaya beurlaubt wurde.

David Baazov hat mittlerweile alle Ämter bei Amaya offiziell abgegeben, ist jedoch weiterhin der größte Anteilseigner. Laut Anwalt des Kanadiers pocht Baazov weiterhin darauf, unschuldig zu sein.


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