Kolumnen

Kaviar meets Eierlikör

Nur was für ganz harte Kerle. Nichts für Hinterherchecker. Checken ist eh was für Tunten und für Mädchen aufm Ponyhof. Immer feste druff. Egal was man hat. Druff, Druff und nochmal druff.

Checken ist was für Tunten, ich schmeiß lieber direkt weg. Alternativ 12,5-facher Raise. Nachdem man für alle ersichtlich gar nicht in die Karten geschaut hat. Das machen vorm Flop nur die Fische.
Meine Chips sind unten, trotzdem bin ich keck. Fuck the River and fuck the Nine, ich gönn mir jetzt ein Glaserl Wein. Oder nen Eierlikör. Garniert zum Kaviar, Golden Queen. Nix für Muschis; wie gesagt. Nur was für uns echten Kerle. Wir Olli Kahns der Kartenvergleichszene.

Checken ist was für Tunten*innen*diverse*ganzanders. Und für Leerlenker. Freiheit. Gleichheit. Aluhut.

Wir können gar nicht checken; rein strategisch nicht. Und mathematisch schon sowieso nicht. Weil wir doch eh committed sind. Immer, irgendwie. Außerdem kann es ja kommen. Dann kackt der Fisch hinten und die Ente schmeckt. Oder umgekehrt oder wie auch immer diese Sprüche heißen. Natürlich checken wir nicht. Alleine schon aus Deutungshoheit nicht und aus Gründen unserer Männlichkeit. Wie schon bei den Neandertalern damals. Nur ohne Mammuts. Und ohne Eierlikör zu Fischeiern. Ja, wir ganzen Kerle.

Noch eine Anmerkung von mir als ehrenamtlicher und noch nicht bestätigter Vorsitzender ihres Fanclubs – die Jessica ist echt so ein netter Mensch; sie hat sich bei der Ladies Europameisterschaft früh aus dem Turnier verabschiedet, so dass mal eine andere Dame gewinnen kann. Das ist wirklich ein feiner Zug. Es gibt Pokerspieler, die kennen keine andere Europameisterin. Dafür hält sie sich dann beim High Roller schadlos. Auch prima.

In diesem Sinne. Tschüss. Bye bye. Schleich di. Es war wie immer großartig von und mit mir.
Gern geschehen. Dafür bin ich da. Darauf noch ein Eierlikörchen. Gemischt mit Amaretto. Knallt bei sommerlichen Temperaturen über 33 Grad noch besser.


0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments