- Kein Casino in Manhattan: Alle Poker-Resort-Pläne für den Stadtbezirk wurden abgelehnt.
- Mohegan-Projekt gescheitert: Trotz Milliarden-Investition keine Zustimmung durch das Gremium.
- Letzte Hoffnungen: Nur noch fünf Bewerber kämpfen um drei Lizenzen im Raum New York.
Der Traum vom ersten vollwertigen Casino in Manhattan ist geplatzt. Mit einer 4:2-Entscheidung hat ein staatlich eingesetztes Beratungsgremium das milliardenschwere Mohegan-Sun-Projekt „Freedom Plaza“ abgelehnt.

Geplant war ein riesiger Komplex nahe dem UN-Hauptquartier, inklusive zwei Hotels, Museum, Parkanlagen, Einzelhandel, Gastronomie und natürlich Poker, Blackjack und Co. Doch trotz kurzfristiger Zugeständnisse, darunter über 1.000 dauerhaft bezahlbare Wohneinheiten, reichte es nicht für die notwendige Zustimmung. Auch Bürgermeister Eric Adams zeigte sich überrascht von der Ablehnung, schließlich hatte er die positiven Effekte auf Jobs und Tourismus stets betont.
Auch andere Poker-Pläne gescheitert
Mit der Ablehnung des letzten verbliebenen Manhattan-Projekts ist klar, dass Poker- und Casinofans auf Projekte in anderen Stadtteilen hoffen müssen. Bereits zuvor waren zwei weitere prominente Vorhaben gescheitert, eines davon getragen von Rapper Jay-Z in Kooperation mit Caesars Palace für den Times Square, das andere in Hell’s Kitchen.
Kritiker führten stets Sicherheitsbedenken, drohendes Verkehrschaos und mangelnde Zustimmung der Anwohner ins Feld. Besonders die Nähe zu Broadway, Schulen und Wohngebieten ließ viele Bürger auf die Barrikaden gehen. Entsprechend fiel das Votum der Ausschüsse jeweils negativ aus.
Noch fünf Bewerber im Rennen
Nach dem Aus für Manhattan sind nun noch fünf Bewerbungen im Rennen um die drei lukrativen Casino-Lizenzen für den Großraum New York. Besonders gute Chancen werden den bestehenden „Racinos“ von MGM in Yonkers und Resorts World in Queens eingeräumt, die lediglich auf eine Erweiterung um echte Poker- und Tischspiele warten.
Weitere Bewerber sind Bally’s mit einem Projekt auf einem ehemaligen Trump-Golfplatz in der Bronx, Hard Rock direkt neben dem Stadion der New York Mets und eine ambitionierte Vision für Coney Island, letztere allerdings mit zunehmend schwindenen Erfolgsaussichten. Auch dort warnen Kritiker vor Verkehrsproblemen und zweifeln den Mehrwert für die lokale Bevölkerung an.
Poker wohl nur außerhalb Manhattans
Für Pokerfreunde bedeutet das, dass der große Wurf in Midtown ausbleibt. Weder Blackjack noch Texas Hold’em werden in absehbarer Zeit in Manhattan offiziell angeboten werden. In Big Apple können Pokerfans zudem nicht einmal auf Online-Poker zurückgreifen, da es dort weiterhin illegal ist.
Das über 11 Milliarden US-Dollar schwere Projekt von Mohegan und der Soloviev Group hätte laut deren CEO Michael Hershman den Osten Manhattans „revitalisiert“. Auch Ray Pineault von Mohegan zeigte sich enttäuscht über das Verfahren, das seiner Ansicht nach den potenziellen sozialen und wirtschaftlichen Nutzen des Resorts zu wenig berücksichtigte.
Nun bleibt nur abzuwarten, welche der verbleibenden Bewerbungen zum Zug kommt. Mit einer endgültigen Entscheidung wird Anfang 2026 gerechnet.