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Keine Preise für die Deutschen bei den European Poker Awards

Gestern Sonntag, den 13. Februar 2011, wurden im Aviation Club de France die European Poker Awards 2010 vergeben. Tobias Reinkemeier, Julian Herold und Thomas Kremser waren nominiert, aber alle drei gingen leer aus. Nik Szeremeta, Herausgeber des Magazins „PokerEuropa“ wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Hätten mybet Pro Tobias Reinkemeier oder Donkr Germany Boss Julian Herold ihre Kategorie gewonnen, wäre es eigentlich eine Überraschung gewesen. Die Engländer galten als Favoriten und mit Jake Cody und James Bord wurde das auch bestätigt. Jake Cody räumte gleich in zwei Kategorien – Rookie und bester Spieler – ab. Er hatte 2010 sein bestes Jahr, denn gleich im Januar holte er sich die EPT Deauville und Ende August auch noch die erste WPT in London.

Auch in der Kategorie „Spieler des Jahres“ sicherte sich ein Engländer den Award – James Bord. All jenen, denen entfallen ist, wer das eigentlich ist – James Bord gewann das £ 10.000 Main Event der World Series of Poker Europe. Zudem saß er schon bei der WSOP in Las Vegas an einem Final Table und cashte in einem weiteren Event.

PokerStars Pro Liv Boeree trat in die Fußstapfen von Sandra Naujoks als Europe’s Leading Lady, was nun auch keine wirklich große Überraschung war. Umso mehr Erstaunen gab es in der Online-Kategorie. Denn für viele war Isildur1 aka Viktor Blom hier eindeutig Favorit. Der Titel blieb zwar in Skandinavien, allerdings wurde der Norweger Andreas Torbergsen aka Skjervoy ausgezeichnet. Er ist an den Highstakes Tischen von Full Tilt zu finden und belegte im letzten Jahr Rang 2 hinter Jungleman12. Knappe 3,8 Millionen Dollar hat er sich innerhalb weniger Monate erspielt.

Der Rob Gardner Award für die „Pokerpersönlichkeit des Jahres“ ging an Tony Guoga. Tony G. hat im letzten Jahr zwar eher mit Blogs und großer Klappe auf sich aufmerksam gemacht, aber das gehört auch irgendwie dazu. Und eine Persönlichkeit ist Tony G. auf jeden Fall.

Ein Award ging irgendwie doch nach Österreich. Denn in der Kategorie „Staff“ durfte sich Gerard Serra über die Auszeichnung freuen. Gerard ist der Mann an der Seite von Thomas Kremser bei TK Poker Events. Er leitet viele Turniere im spanischen Raum und ist natürlich auch bei den EPTs immer mit von der Partie. Nachdem Thomas Kremser selbst schon mehrfach den Award bekommen hat und auch schon für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, darf auch Gerard einmal die Lorbeeren für seine Arbeit ernten.

Der Lifetime Award ging dieses Jahr an Nic Szeremta. Als Herausgeber des Magazins „Poker Europa“ kennen ihn viele, aber er ist auch ein passionierter Stud Spieler, der europaweit um die Erhaltung des Spiels kämpft.

Alle Nominierten und Gewinner im Überblick:

Player of the Year:
Theo Jorgensen (Denmark)
Jake Cody (England)
Sam Trickett (England)
Vladimir Schemelev (Russia)

Poker staff person of the year:
Marty Wilson of Matchroom Sport (England)
Simon Trumper, Dusk Till Dawn (England)
Thomas Kremser, TK Events (Austria)
Gerard Serra Retamero ,TK Events (Spain)
Kirsty Thompson, president of the UKIPT ( England)

Internet Player of the Year:
Chris Moorman (England)
Patrik Antonius (Finland)
Mickey Petersen (Denmark)
Viktor Blom aka Isildur1 (Sweden)
Andreas Torbergsen (Norway)

Outstanding tournament performance:

James Bord (England)
Jake Cody (England)
Fillipo Candio (Italy)
Liv Boeree (England)
Tobias Reinkemeier (Germany)
David Vamplew (Scotland)

Europe’s Leading Lady:
Liv Boeree (England)
Annette Obrestadt (Norway)
Vanessa Hellebuyck (France)
Leo Margets Perez (Spain)

Rookie of the Year:
Jake Cody (England)
David Vamplew (Scotland)
Toby Lewis (England)
Julian Herold (Germany)
Fernando Brito (Portugal)

Lifetime achievement award:

Nik Szeremta

Rob Gardner Memorial Award for the Poker Personality of 2010:
Jesse May (Denmark/USA)
Tony Guoga (Lithuania)
Anthony Holden (England)


1 Kommentar
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GermanHawke
11 Jahre zuvor

Bei Pokerfirma konnte man doch auch mal den Spieler des Jahres wählen. Nichts mehr geplant in der Richtung?