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Las Vegas: Bezirksausschuss fordert Strafgeld fürs Herumstehen

Kurz stehen bleiben, um den Blick zu genießen oder ein Selfie zu machen? Wenn es nach dem Bezirksausschuss soll dies in Sin City untersagt werden. Zumindest in ausgewählten Zonen.

Die Clark County Commission hat einen neuen Erlass vorgelegt, der „einen kontinuierlichen Fußgängerverkehr“ sicherstellen soll. Konkret geht es um die Fußgängerbrücken im Resort-Korridor am Las Vegas Strip. Doch auch in der Nähe von Aufzügen, Rolltreppen und Treppen soll es künftig verboten sein, anzuhalten.

Ebenfalls untersagt werden soll jegliche Aktivität, die andere Person zum Anhalten veranlasst. Dies betrifft vor allem Straßenkünstler und Musiker, würde jedoch auch Proteste verbieten. Genau aus diesem Grund gibt es Bedenken.

Es besteht das Recht, an geschützten Aktivitäten des Ersten Verfassungszusatzes teilzunehmen, ob es sich um Proteste, Straßenaufführungen oder Straßenkunst handelt, unabhängig davon, ob es sich um jemanden handelt, der versucht, religiöse Dienste abzuhalten” so sagte Athar Haseebullah, Exekutivdirektor der ACLU (American Civil Liberties Union) von Nevada gegenüber dem Las Vegas Review-Journal.

Die sogenannten Fußgängerflusszonen sollen deutlich ausgeschildert werden, so dass es keine Ungewissheit für die Touristen gibt. Für die Clark County Commission geht es in erster Linie um Sicherheit. Eine öffentliche Anhörung zu dem vorgeschlagenen Gesetz findet am 5. Dezember statt.

Spannend ist sicherlich, dass diese Bedenken aufkamen, nachdem der F1 Grand Prix in Las Vegas stattgefunden hat. Zahlreiche Schaulustige, die sich keine Karte kaufen wollten, nutzten die Rolltreppe am Venetian, um ein paar Blicke auf das Rennen zu erhaschen.


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