Für die meisten Pokerspieler ist die World Series of Poker (WSOP) das absolute Highlight des Jahres. Doch dass sich der Traum von einem erfolgreichen Turnier in Las Vegas schnell in einen Albtraum verwandeln kann, zeigen die jüngsten Vorfälle. Raubüberfälle auf Pokerspieler rund um die WSOP nehmen offenbar zu und entwickeln sich mittlerweile zu einem ernsthaften Sicherheitsproblem.
Erst vor wenigen Tagen wurde der US-amerikanische Pokerprofi Jared Griener in seinem Airbnb gefesselt und ausgeraubt. Die Täter entwendeten unter anderem seinen kompletten Gewinn aus dem WSOP Main Event in Höhe von $57.500 Dollar. Aufgrund der Brutalität der Angreifer und massiver Todesdrohungen leistete Griener verständlicherweise keinen Widerstand.
Der Vorfall ist jedoch längst kein Einzelfall mehr. Auch der deutsche Poker-Streamer Jan „HeyHansi“ Wagner berichtet in den sozialen Medien von ähnlichen Erlebnissen. Offenbar spähen die Täter ihre Opfer bereits beim Cash-out in den Casinos aus und verfolgen die Pokerspieler anschließend bis zu ihrer Unterkunft. Besonders Spieler, die hohe Bargeldbeträge mit sich führen, scheinen gezielt ins Visier von Kriminellen zu geraten.
Experten empfehlen deshalb, nach einem Turniergewinn möglichst keine größeren Bargeldsummen offen mit sich zu führen. Stattdessen sollten die Safes der Casinos oder sichere Banküberweisungen genutzt werden. Darüber hinaus gilt es, auf eine sichere Unterkunft zu achten.
Hotels bieten häufig einen besseren Schutz als abgelegene Ferienwohnungen oder Airbnb-Unterkünfte. Ebenso wichtig ist es, auf dem Weg zum Hotel oder Auto aufmerksam zu bleiben und mögliche Verfolger frühzeitig zu erkennen. Wer spät in der Nacht unterwegs ist, sollte dunkle Straßen und Parkhäuser nach Möglichkeit meiden oder sich begleiten lassen.
Die aktuellen Raubüberfälle auf WSOP-Spieler in Las Vegas zeigen deutlich, dass das Thema Sicherheit für alle Pokerspieler oberste Priorität haben sollte. Erhöhte Vorsicht kann nicht nur hohe Geldbeträge schützen, sondern im Ernstfall sogar Leben retten.
