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Las Vegas: Wynn muss €4,7 Millionen an Trinkgeldern zurückgeben

Ein Streit um Trinkgelder wurde nach 15 Jahren beigelegt. Wynn Resorts und Dealer einigten sich vor Gericht. Die großen Gewinner sind jedoch die Anwälte.

Es war ein langer Kampf, doch am Ende erhielten die Dealer Recht. Wie die Associated Press berichtet, einigten sich beide Parteien auf eine Zahlung von $5,6 Millionen. Davon gehen allerdings $1,4 Millionen an Anwälte, weiter $30.000 an das Gericht.

Joseph Cesarz und Quy Ngoc Tang, die beide Klagen einreichten, erhalten jeweils $10.000. Der Rest wird auf alle Beteiligten der Sammelklage verteilt. Dies sind rund $4.200 pro Person. Zumindest, wenn alle der Einigung zustimmen. Wer das Geld nicht annimmt, hat weiterhin die Möglichkeit selbst vor Gericht zu ziehen.

Der Fall zeigt jedoch, dass es ein langer Weg ist. Tang und Cesarz zogen 2013 vor Gericht. Der Streit selbst wird seit 15 Jahren geführt. 2006 beschloss Steve Wynn, dass Dealer im Wynn und Encore 12 % der gesammelten Trinkgelder an ihre Vorgesetzten abtreten müssen. Dies sollte Angestellte motivieren, eine Karriere als Pit Boss anzustreben.

Dealer schätzten, dass ihnen so zwischen $15.000 und $20.000 pro Jahr verloren gingen. Bei rund 500 betroffenen Angestellten kommt schnell eine große Summe zusammen. So forderten die Dealer ursprünglich $50 Millionen.

Unter der Regierung Obamas wurde 2011 ein Teilen der Trinkgelder verboten. Zumindest wenn Angestellte, die auf Trinkgeld angewiesen sind, dieses mit Kollegen, deren Gehalt kein Trinkgeld vorsieht, teilen sollen.

Die Gewerkschaft beschwerte sich bei Wynn Resorts. Das Casinounternehmen reagierte darauf mit einer Umbenennung der Positionen. Statt Pit Boss war nun von „Casino Service Team“ die Rede. Erst 2016 gab das Unternehmen nach.


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