Kolumnen

Lebewesen, die nicht pokern können

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Diese Kolumne ist ein Muss für jeden Pokerspieler. Und ein absolutes Muss für jeden, der Tiere kennt. Lebend oder auf dem Teller. Clownfische, Fischstäbchen und Lakritzschnecken.

Angeblich sind Tiere ja total intelligent.
So hat die Spitzmaus im Verhältnis zum Körpergewicht das größte Gehirn. Kann aber trotzdem ein Full House nicht von King high unterscheiden.
So hat beispielsweise der Afrikanische Lungenfisch Kiemen und Lungen. Das ermöglicht ihm in den Trockenzeiten ein Überleben an Land. Ein hässliches Tier, aber sensationell von der Natur ausgestattet. Allerdings zu blöd zum Bluffen.
So fliegt die Küstenseeschwalbe, die nur 125 Gramm wiegt, jedes Jahr über 80.000 Kilometer, nur um zu Überwintern. Goldene Miles and More Karte inclusive.
So schläft der Flamingo auf einem Bein, um Energie zu sparen. Wie entspannt und kräftig wäre der erst, wenn er sich gemütlich hinlegen würden?
So frisst die Spitzmaus; noch ein unglaublicher Fakt von ihr; täglich das doppelte ihres Körpergewichtes. Das schafft sonst nur Reiner Calmund.
So ist der Bordercollie die intelligenteste Hunderasse. Der Pudel ist auf Platz 2, weitaus cleverer als 80 Prozent seiner Herrchen. Der Chow Chow belegt Platz 162, das ist eher das Niveau von Berlin Tag und Nacht. Eher Nacht.

So hat der Löwe in der Brunftzeit bis zu 50 Mal Sex am Tag. Das ist in etwa die Quote von Rolf Eden in den späten 80ern und frühen 90ern. Er ist also nicht nur der König der Tiere, sondern auch der King of Penetration. Aber keine Ahnung von Omaha.
Tatsächlich unclever ist der Stirnlippenbasilisk. Kein Fisch, dafür ein Reptil. Auch als Jesusechse bekannt. Er kann nämlich dank seiner extrem schnellen und großen Füße übers Wasser laufen. Ist ja ganz nett. Wasser in Wein verwandeln hingegen kann er nicht. Wie gesagt, was für ein Dummbeutel.

Der Mensch ist angeblich in vielen Dingen dem Tier überlegen. Das mag stimmen; rein körperlich allerdings nicht. Vögel können fliegen. Fische können stundenlang tauchen. Hunde riechen besser, ein Gepard rennt viel schneller. Adler sehen besser und Katzen scheißen häufiger. Dafür spielen wir besser Poker.

Kommunikation können Tiere auch; auch das wurde ihnen lange abgesprochen. Ein tolles Wortspiel. Wale beispielsweise können sich über viele Kilometer verständigen. Das schaffen wir Menschen nur mit Mobiltelefonen. Auch ist die Sprache einiger Tiere so kompliziert und hochkomplex, dass wir sie bis heute nicht einwandfrei entschlüsseln konnten. Eine Sprache übrigens, die wir nicht lernen könnten. Anders als manche Tiere. So gab es einen Border Collie, der fast 300 menschliche Wörter verstand. Aber auch der hat keinen Plan, wie man in early Position die Buben spielt.

Tja, kein Wunder also, das jährlich ungefähr 1200 Tierarten aussterben. Nur die scheiß Wespen dürfen überleben. Nicht immer ist die Welt gerecht. Aber wem erzähle ich das, immerhin spielt ihr ja Poker.

5 KOMMENTARE

  1. Bei Rolf Eden hast du dich geirrt. Er hatte in den Sechzigern 50 mal Sex pro Woche , dann in den Siebzigern 50 mal Sex im Monat, dann in den Achzigern 50 mal Sex im Jahr und in den Neunzigern bis heute nur noch von Sex geträumt wie du von einem Royal Flush träumst ;-)

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