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Legalisierung von Online-Poker in der Schweiz?

Die Schweizer haben wieder mal die Nase vorne. Wie die Schweizer Presse verlauten ließ, prüft die Eidgenössische Spielbanken Kommission (ESBK), ob künftig Online-Poker unter bestimmten Prüfungskriterien erlaubt werden soll.

Auch die Schweizer haben die Gretchenfrage erkannt. Ein Verbot von Online-Poker ist relativ schwer, der technische Aufwand für die Blockierung der entsprechenden Seiten im Internet schwer. Selbst der Ansatz, Banken und Kreditkartenunternehmen den Zahlungsverkehr mit den Online-Anbietern zu untersagen, stellt sich als sehr praxisfremd heraus, wie schon das Beispiel Unlawful Internet Gambling Enforcement Act (UIGEA) in den USA gezeigt hat.

Genau aus diesem Grund will die ESBK nun in die Richtung des italienischen Modells gehen. Es sollen entsprechende Lizenzen vergeben werden. Um eine solche zu erhalten, muss sich der Online-Anbieter aber einer genaue Prüfung unterziehen, ähnlich wie jede reale Spielbank. Primär geht es dabei natürlich um die Sicherheit und auch die Spielsucht-Prävention.

Statt die Anhänger des Online-Poker weiter in die Ecke der Kriminalität zu stellen, gehen die Schweizer das Problem aktiv an. Noch vor Ende des Jahres wird die ESBK dem Bundesrat einen Bericht über Online-Casinos vorlegen. Wie die Entscheidung dann ausfallen wird, kann man nicht vorhersehen. Aber nimmt man die Freigabe von No Limit Hold’em Turnieren außerhalb der Spielbanken als Maßstab, so darf sich jeder Online-Spieler berechtigte Hoffnungen machen.


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