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Macau: Chinas Regierung überwacht VIP-Zocker

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Im Kampf gegen Korruption schaltete China noch einen Gang hoch. Wie der Direktor des Verbindungsbüros von Peking in Macau bekanntgab, werden Beamte vom Festland genaustens überwacht und sollten es sich nicht erlauben, in Casinos zu gehen. Des weiteren gibt es nun spezielle Identitätsprüfungen für Spieler, die an VIP Tables zocken möchten.

Chinas Kampf gegen illegales Glücksspiel und Korruption nimmt immer strengere Formen an, nicht nur auf dem Festland. Li Gang, ein Stellvertreter der chinesischen Regierung in Macau, sprach in einem Interview mit den Beijing News über die neusten Maßnahmen.

Allen chinesischen Beamten wurde deutlich gemacht, dass man genau wüsste, wenn sie zum Zocken auf das Eiland fahren und jeder, der auch nur den kleinsten negativen Vermerk in seiner Akte hat, sollte es nicht wagen, nach Macau zu reisen, um dort dem Glücksspiel nachzugehen.

Während die Reise nach Macau zwar weiterhin erlaubt bleibt, wurde in Zusammenarbeit mit Casinos sichergestellt, dass Beamte nicht einmal unbemerkt einen Spielpalast betreten. Methoden, um diese Restriktion durchzusetzen, wurden nicht publik gemacht.

Bekannt ist allerdings, dass VIP-Spieler neuerdings eine ausführliche Identitätsprüfung über sich ergehen lassen müssen, um an den High Roller Tischen spielen zu dürfen. In diesem Zusammenhang soll auch der jüngste Boom von Proxy Betting stehen. Hier bleiben die Wale auf dem Festland und lassen Mittelsmänner für sich spielen.

Doch nicht nur für Spieler gibt es Einschränkungen. Li Gang rügte kürzlich Macau und gab an, dass der Kampf gegen Korruption nur teilweise verantwortlich für den Rückgang der Einnahmen ist. Casinos würden ihren Versprechungen, neben Glücksspiel auch andere Unterhaltung zu bieten, nicht nachkommen und sind somit selbst schuld.

Li sprach zudem davon, dass die Verantwortlichen in Macau die Neuausschreibung der Lizenzen in 2020 voll ausnutzen sollen, um die Mentalität innerhalb der Industrie, sich nur auf das Glücksspiel zu fokussieren, zu ändern.

Damit fordert Li Gang nicht gerade unverblümt mehr Kooperation von den Casinos und ein Zeichen, dass Glücksspiel nicht die einzige Einnahmequelle ist. Besonders bedenklich ist diese Aussage für die ausländischen Casinobetreiber, denen seit kurzem ein rauer Wind entgegen bläst.

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