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Macau: Gerichtsprozess gegen Paul Phua

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In Macau wurde ein Gerichtsverfahren gegen Wei Seng „Paul“ Phua und 14 weitere Personen eröffnet. Den Angeklagten wird vorgeworfen, illegale Sportwetten entgegengenommen zu haben. Phua gilt als Drahtzieher der Operation.

Eigentlich sollte der Prozess bereits im Januar beginnen, doch die erste Verhandlung gab es erst diesen Dienstag. Keiner der Angeklagten war bei dem Gerichtstermin anwesend. Lediglich die Rechtsvertreter der Verteidigung sprachen vor.

Wie Macau Business berichtet, sollen Paul Phua und seine Komplizen während der Fußballweltmeisterschaft 2014 ein illegales Sportwettenbüro von einer Hotelsuite im Wynn Macau aus betrieben haben.

Der Umsatz soll bei etwa HKD 5 Milliarden (€565 Millionen) gelegen haben. Die Polizei erhielt einen Tipp und installierte Überwachungskameras in den Hotelzimmern. Laut Gerichtsunterlagen war Paul Phua dort seit 2007 eingemietet.

Bei der darauffolgenden Razzia stellte die Polizei diverse Laptops sicher. Die Angeklagten bestreiten die Vorwürfe, Wetten entgegengenommen und weitervermittelt zu haben, und geben an, im Internet lediglich ihrer eigenen Wettleidenschaft nachgegangen zu sein.

Der Fall weckt durchaus einige Erinnerungen. Kurz nach der Razzia in Macau wurden Paul Phua und Richard Yong in Las Vegas verhaftet. Das FBI warf ihnen vor, Sportwetten vermittelt zu haben. Der Prozess scheiterte nach elf Monaten letztendlich aufgrund von Formfehlern.

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