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Macau: unbezahlter Urlaub für Casinopersonal

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Die Umsatzrückgänge in Macau zwingt die Casinos zu drastischen Maßnahmen. Wynn Resorts hat Mitarbeiter gebeten, unbezahlt Urlaub zu nehmen. Andere Casinos sollen ähnliche Bitten an das Personal gestellt haben. Um neue Spieler zu bekommen, drücken Casinos nun auch wieder ein Auge zu, wenn reiche Kunden via Telefon spielen wollen.

MacauChinas Kampf gegen Korruption macht sich seit vergangenen Sommer deutlich in Macau bemerkbar. Verschärfte Gesetze auf dem Festland sorgen dafür, dass immer weniger High Roller auf das Glücksspieleiland kommen. Die Februarbilanz war im jährlichen Vergleich ein besonders herber Rückschlag.

Da es nun öfter leere Tische gibt, bitten immer mehr Casinos ihre Mitarbeiter, unbezahlt Urlaub zu nehmen. Viele Angestellte sehen sich gezwungen, denn sollten Entlassungen folgen, möchte keiner als unkooperativ gelten.

Ein weiterer Trend scheint ebenfalls im Zusammenhang mit den rückläufigen Zahlen zu stehen. So ist das sogenannte Proxy Betting wieder zu sehen. Hier spielen Mittelsmänner für Kunden vom Festland und lassen sich Anweisungen via Telefon durchgehen.

Insidergerüchten zufolge sollen einige der Casinos mittlerweile wieder ein Auge zudrücken, wenn VIP-Kunden so Zocken möchten. Proxy Betting war lange Zeit populär und soll zum großen Boom beigetragen haben, doch aufgrund der vielen Probleme, wurden solche Einsätze in jüngerer Zeit nicht mehr akzeptiert.

Für Macau können die Probleme zukünftig noch größer werden. Wie Tam Chon Weng, Sekretär für Soziales und Tourismus in Macau, andeutet, plant die Regierung die Zahl der Touristen, die nach Macau kommen, zu kontrollieren. Hierbei geht es um die Chinesen, vom Festland, welche rund zwei Drittel der Besucher ausmachen.

Offiziell bekommen Chinesen zwei mal im Jahr ein Visa, um nach Macau zu reisen. An Feiertagen ist das Eiland förmlich überfüllt, was der Regierung offenbar ein Dorn im Auge ist. Ob weitere Auflagen erfolgen, muss sich zeigen.

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