…. respektive sich die daraus ergebene Frage – macht Geld unmoralisch?
Diese durchaus berechtigte Frage nach Sinn, Moral und Ethik wurde in den letzten Tagen oft gestellt. Auslöser war sicherlich dieses Kartenspielevent in London, bei dem gefühlt 211 Trillionen Dollar, Euro, Pfund und die einheimische chinesische Währung über den Tisch gingen. Über die Tische.

Macht Geld glücklich? Sicherlich nicht. Macht Geld unmoralisch? Steuerhinterziehung, Gier, Korruption, Untreue, Anlagebetrug, Bestechung, Bilanzfälschung, Kriminalität. All das sind Begriffe, die wir täglich hören und mittlerweile nur noch gähnend zur Kenntnis nehmen. Wir kriegen den Hals nicht voll. Immer mehr, immer voller und gerne dann auch mit nicht immer sauberen, mit nicht immer legalen Mitteln. Die Grenzen werden überschritten. In jedem Bereich des täglichen Lebens. Ja, sicherlich auch beim Poker.
Aber; und auch das gilt analog fürs Pokern; Reichtum und Anstand müssen sich nicht immer ausschließen. Es gibt auch Vermögen ohne juristisch relevantes Fehlverhalten; es gibt auch ethisch und moralisch ohne Schuld handelnde Personen mit viel Geld. Und wofür sie ihr Geld dann ausgeben, bleibt ihnen überlassen. Wobei „viel“ im Hinblick auf Geld sowieso relativ ist. Da dürfen wir nicht mit ethischen Vorurteilen und dem dauernden erhoben Zeigefinger der Moralapostel um die Ecke kommen.
Sagt auch mein Banker. Der auf den Cayman Islands.