Gestern Dienstag, den 6. Dezember 2011, stand im Grand Casino Baden/Zürich die nächste Schweizer Meisterschaft auf dem Programm, dieses Mal im Baden Hold’em. Fast hätte Thomas Hofmann nach seinem Sieg 2009 diesen Titel nochmal geholt, aber im Heads-up setzte sich dann Michel Fankhauser durch und durfte sich über den Sieg freuen.
72 Spieler zahlten das Buy-in von CHF 330, mit 45 Rebuys und 57 Add-ons ging es um einen Preispool von CHF 52.200. Wieder waren fast ausschließlich Schweizer am Start, für den Ausländer im Feld sorgte einmal mehr der Österreicher Michael Csango. Das tat er sogar als Titelverteidiger, denn letztes Jahr hatte er sich den Baden Hold’em Titel geschnappt. In diesem Jahr lief es nicht ganz so gut und Michael musste sich noch vor Erreichen der Geldränge verabschieden.
Baden Hold’em ist dem Crazy Pineapple ähnlich, allerdings bekommt jeder aktive Spieler am Turn wieder eine Karte und darf alle drei Holecards im Showdown verwenden. Damit wird kann jede Hand für Überraschungen sorgen, Straight Flush, Royal Flush und Poker sind wesentlich häufiger als bei anderen Varianten. Wie anders Baden Hold’em ist, zeigte sich in einer Hand Queens gegen Queens. Beim Texas Hold’em bleibt noch die Option, dass ein Spieler den Flush trifft, beim Baden Hold’em ist eigentlich noch alles offen. Denn es kann einen besseren Kicker geben, ein Spieler kann die Straße oder auch ein Full House machen und der Flush ist ohnehin möglich und natürlich kann ein Spieler auch zwei Paar treffen und der andere nicht. Genau das ist auch passiert, denn Michel Fankhauser verlor seine Queens gegen die anderen Queens, da der Jack als dritte Karte die Straße für seinen Gegner brachte.
Entsprechend actionreich geht es bei dieser Variante auch zur Sache und die Reihen lichteten sich schnell. Langsam wurde das Spiel erst kurz vor der Bubble. Schon bei zwölf Spielern wurde Hand for Hand gespielt, da sich ja der Bubble Boy für das Champions & Bubbles Turnier am 13. Dezember qualifiziert. Jimmy Cammuso war das ganze Turnier über short, schaffte es aber immer wieder seine All-ins zu überleben. Auf Rang 12 war dann aber Feierabend für ihn und er ging leer aus. Die Bubble platzte dann auch doppelt, denn Dieter Beer und Reinhard Brunner schieden in der gleichen Hand aus. Dieter Beer wurde mit weniger Chips Bubble Boy, Reinhard Brunner belegte Platz 10 und durfte sich schon über CHF 1044 freuen.
Somit startete der Final Table mit nur neun Spielern, Chipleader war Thomas Hofmann. Ähnlich actionreich ging es wieder weiter. Michel Fankhauser, der den Final Table mit 117k bei den Blinds 15k/30k begonnen hatte, konnte sein Stack immer weiter ausbauen, andere dagegen mussten ihre Plätze räumen. Roger Schwägli, der auch einige Zeit Chipleader war, musste sich letztlich mit Rang 3 begnügen, nachdem Thomas Hofmann auf seine Kosten verdoppelte und ihm Michel Fankhauser mit Queens gegen Pocket 6s die letzten Chips abnahm. Als das Heads-up begann, lag Michel deutlich in Führung, aber Thomas konnte sich immer wieder die Blinds sicher und so ein bisschen aufbauen. Dann aber kam die eigentlich letzte Hand. Erst am River 




















Heute Abend geht es um 19:30 Uhr mit der nächsten Schweizer Meisterschaft weiter. Gespielt wird Pot Limit Omaha mit einem Buy-in von CHF 500. Auch hier sind zwei Rebuys und ein Add-on erlaubt. Wie gewohnt findet Ihr wieder alle Updates zum Event in unserem Live-Blog.
| 1. | Michel | Fankhauser | 15.138 CHF |
| 2. | Thomas | Hofmann | 10.440 CHF |
| 3. | Roger | Schwägli | 7.830 CHF |
| 4. | Ulrich | Heim | 5.742 CHF |
| 5. | Adolf | Huber | 4.176 CHF |
| 6. | SteWi | 3.132 CHF | |
| 7. | Franco | Berlingieri | 2.088 CHF |
| 8. | Mike80 | 1.566 CHF | |
| 9. | Franjo | Cigula | 1.044 CHF |
| 10. | Reinhard | Brunner | 1.044 CHF |