November 9: Filippo Candio – die europäische Hoffnung

Filippo Candio trägt nicht nur die Pokerhoffnung eines Landes, nämlich Italien, sondern die Erwartung eines ganzen Kontinents auf seinen Schultern. Ist er doch der einzige Europäer am Finaltisch der WSOP, neben zwei Kanadiern und dem Rest, der von den USA gestellt wird.

Candio gilt als Turnierspezialist, aber sicher auch nur aus dem Grund, weil die Rechtsgrundlage zum Thema Glücksspiel in Italien kein Cash Game zulässt.
Seit 2007 belegte er schon 18 mal die Geldränge in diversen Live-Turnieren und gewann damit mehr als $200.000.

Nervös wurde er sicher in der Bubblephase, als er mit AA gegen John Raceners AK spielte und gleich am Flop ein König zu sehen war. Ganz im Gegensatz zu viel gekannten Spielverläufen hielten die Assen und Candio war in dem Moment der einzige in der Geschichte italienischer Sportler, der bei der Ausübung seines Sports zum Schwitzen kam. Am Tag sechs holte er sich eine Penalty ab, als nämlich seine Assen gegen Damen hielten und er darauf italienisches Temperament bei der Freude zum Ausdruck brachte.

Die Buchmacher platzieren ihn, trotz seines sechsten Platzes vom Chipcount nur auf Platz sieben. Ganz so zu unterschätzen ist er sicher nicht, hat er doch mehr Liveturniererfahrung, als so manche andere am Tisch.


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