Nummer 39 und 40 – Harrington und Seidel in der Poker Hall of Fame

Man muss schon Großes leisten, um in die heiligen Hallen der „Poker Hall of Fame“ aufgenommen zu werden und Dan Harrington und Eric Seidel leisteten Großes. Und genau deshalb sind sie nun auch die Mitglieder Nummer 39 und 40 der Poker Hall of Fame.

Dan HarringtonBeide begannen ihre Pokerkarriere im legendären Mayfair Club in New York eigentlich am Backgammonbrett. Später kamen sie erst zu Poker. Dan Harrington war aber nicht nur als Pokerspieler erfolgreich, sondern auch als Schachspieler, Immobilienhändler, Rechtsanwalt und als Aktienhändler. Er schaffte auch als einziger Spieler, bisher zweimal in Serie an den Finaltisch des WSOP Main-Events zu kommen und zwar 2003 und 2004. Den Main-Event gewann er 1995, war neun mal im Geld und verdiente mit Turnierpoker bis dato um die 6,5 Millionen Dollar. Weil das aber nicht genug ist, schrieb er noch Pokerbücher, welche vielen Anfängern und  Fortgeschrittenen das Verständnis für das Spiel erleichterte. Der 65jährige „Action Dan“ Harrington, dessen grüne Redsox-Kappe immer irgendwie fehl platziert wirkt, entspringt aber eher einer Familie von Sportlern und weniger von Spielern, so ist er verwandt mit dem  Golfer Padraig Harrington und dem Quarterback  Joey Harrington. Dass Harrington wirklich schon lange dabei ist, beweist der Umstand, dass er gegen Bill Gates pokerte, als dieser noch auf der Uni in Harvard studierte.

Eric SeidelEric Seidel, der große Dünne, der wie mit einem verschluckten Stock am Tisch sitzt, zählt zweifelsohne zu den Ausnahmeerscheinungen im Pokerzirkus. Acht Bracelets und 48 mal im Geld nur bei der WSOP, bedarf keiner weiteren Erklärung, weshalb er ein sehr Würdiger ist um dem edlen Kreis der Pokergranden anzugehören. Einzig und alleine ein Main Event Braceletgewinn fehlt noch in der Vita des 51jährigen. Neun Millionen gewann er bisher auf Turnieren und fast hat es den Anschein, dass er bei Großevents den zweiten Platz gepachtet hat. So wurde er bei den Aussie Millions auch „nur“ Zweiter hinter Alexander Kostritsyn.

Nominiert für die diesjährige Aufnahme in die PhoF waren Chris Ferguson, Barry Greenstein, Jennifer Harman, Phil Ivey, Linda Johnson, Tom McEvoy, Daniel Negreanu und Scotty Nguyen. Schön zu sehen, dass es mit Linda Johnson und Jen Harman zwei Frauen zumindest in die Nominiertenliste schafften. Die einzige Frau in der Liste der besten ist die großartige Barbara Enright. Aber sicherlich werden noch einige folgen.

Was aber ist notwendig um in die Hall of Fame aufgenommen zu werden? Relativ einfach:

A player must have played poker against acknowledged top competition
Played for high stakes
Played consistently well, gaining the respect of peers
Stood the test of time
Or, for non-players, contributed to the overall growth and success of the game of poker, with indelible positive and lasting results.


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