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Österreich: Sammelklage gegen Poker Rooms

Die Erste Allgemeine Schadenshilfe AG plant nicht lizenzierte Online-Anbieter zu verklagen. Der Prozessfinanzierer will Spielern, die Geld an virtuellen Casino- und Pokertischen liegen gelassen haben, ihre Verluste wiederzubeschaffen.

Mit Ausnahme von win2day operieren die Anbieter in Österreich allesamt mit europäischen Lizenzen. Genau hier will die EAS ansetzen. Denn ohne in Österreich gültige Glücksspielkonzession sei der Vertrag zwischen Kunde und Casino nichtig. Aus diesem Grund will die Prozessfinanzierungsgesellschaft aus Liechtenstein vor Gericht ziehen.

Wie im Kurier berichtet wird, sollen per Sammelklage die Verluste von Spielern zurückgeholt werden. Die EAS verlangt eine Beteiligungsquote von 40 % falls es vor Gericht geht. Falls sich die beiden Parteien außergerichtlich einigen immerhin noch 15%.

Es ist nicht das erste Mal, dass Anbieter Post von einem Prozessfinanzierer erhalten. Im letzten Jahr schrieb AdvoFin diverse Casinos an. Wie im Kurier berichtet wurde, folgten Rückzahlungen von bis zu €100.000.


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Fredi_der_Große
1 Monat zuvor

Macht eventuell bei Online Casinos Sinn, aber Pokerverluste zurückfordern ist quasi nicht möglich, da du sie P2P verlierst und nicht ans Casino. Da kommst nicht dagegen an, selbst Casinoverluste sind schwer zurückzufordern. Am besten Finger weg von Spielen mit negativer EV 🙂

Gustav
1 Monat zuvor

das mag im real live so sein…. aber hier stellt ein anbieter ein plattform zur verfügung, die er auf grund der gesetzlichen lage nicht zur verfügung stellen darf. damit macht er sich straf-und haftbar. die erfolgsaussichten erachte ich daher als nicht schlecht

Regine
1 Monat zuvor
Reply to  Gustav

…und diejenigen, die solch eine Plattform nutzen, machen sich nicht strafbar ??? …und wenn sie Geld gewinnen, ist alles gut, verlieren sie, klagen sie ??!!

DocA
1 Monat zuvor
Reply to  Regine

Also natürlich wäre in diesem Sinne auch die Nutzung gesetzeswidrig. Hier kann einem aber als Endverbraucher kaum ein Vorwurf gemacht werden. Schliesslich behaupten die jeweiligen Seitenbetreiber felsenfest, es wäre legal aus AT ihre Plattformen zu benutzen (unter Berufung auf ihre komischen Lizenzen irgendwo in einem EU-Land). Man wird hier also durchaus in die Irre geführt und einschlägige (auch österreichische) Seiten, wie auch Pokerfirma, bewerben deren Angebote sogar mit Promotionen.
Also kann man durchaus von Gutem Glauben sprechen.
Abgesehen davon: Von unserem Blümel-Ministerium wird wohl niemand solch aufwendige Fischerei im Trüben erwarten können, schlussendlich wird man ja nichtmal den tausenden Profi-Pfuschern im Land Herr 😉

Und zu den Gewinnen: Ja, klar, in letzter Instanz müssten diejenigen welche Gewinne aus solchen Zeiten ziehen, diese dann auch zurückzahlen. Nur wer soll das fordern??
Pokerstars & Co müssten ja quasi Selbstanzeige erstatten und müssten mit Sicherheit dann wesentlich mehr zurückzahlen als sie von „Gewinnern“ bekommen könnten 😉

Der Rest ist bereits gesagt – unerheblich an wen man sein Geld dort verliert, die Nutzung der Plattform ist in AT illegal und deswegen kochen diese Freunde die bisherigen Forderungen auf kleiner Flamme und zahlen gerne mal aussergerichtlich zurück.

Man könnte natürlich auch (endlich) eine entsprechende und klare Gesetzesgrundlage schaffen, aber da weigert sich unsere Regierung ja seit Jahren beharrlich….

Tomsen1
1 Monat zuvor

@pokerfirma welche poker rooms/accounts betrifft das den genau?

DocA
1 Monat zuvor
Reply to  Tomsen1

Alle die keine österreichische Glückspiellizenz haben (siehe Artikel). Ergo: Alle Pokerrooms ausser win2day