Kolumnen

Pech im Spiel, Glück beim Onanieren

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Vor zwei Monaten gab es den offiziellen Weltglückstag. Den kenne ich beim Poker nur vom Hörensagen.
Wir sind alle Fische. Und schwimmen im selben Teich. Die meisten aber in die falsche Richtung. Oder sie werden gefressen. Ja, ich bin auch so ein Opfer. Das Glück ist mir nicht wirklich hold. Also, beim Pokern meine ich. Ab und zu mal schaut es um die Ecke und lächelt mich an. Dann aber taucht es wieder für Monate unter; vor allem in entscheidenden Situationen.

Ich weiß, den meisten von uns geht es so. Wenn wir nicht gerade Fedor heißen. Und trotzdem; und das ist eines der Mysterien und ein Großteil der Faszination rund um unseren Sport; liebe wir es. Immer und immer wieder. Immer wieder aufs Neue. Liebe ist eine tolle Krankheit, sagte einmal ein kluger Mann. Poker ist auch eine tolle Krankheit, sage ich. Es macht wie die Liebe auch wohlig, warm und heiß. Wie schon auf Pettingebene beim Küssen und Kuscheln schüttet unser Körper Endorphine und Oxytocin aus, wenn wir Top Two treffen. Beim gefloppten Fläsch wird meistens sogar das Höschen nass.

Und deshalb ignoriere ich auch das Pech beim Pokern. Ers kann mich mal gepflegt am Arsch lecken. Wie Stress übrigens auch. Und betrunkene Frauen, die trotz 1,8 Promille nichts von mir wollen. Ich kann sowieso nicht so pokern und nicht so leben, dass es allen anderen gefällt.

Ja, das ist eine schöne Einstellung. Schön übrigens vom Autor, dass er bislang keinen einen Altherrenwitz über das Onanieren gebracht hat, sondern sich rein aufs Kartenvergleichen konzentriert hat. Sehr schön.

3 KOMMENTARE

  1. Mein persönliches Glücksgefühl!!
    Ja ?bei mir ist es immer so: Nachdem ich in Position,direkt auf dem Button, mit 75 o, dass UTG raise, des 19 jährigen Kapuzenpulliträgers gecallt habe,erfahre ich ein wohliges Jaaa Glücksgefühl, denn:

    Der Flop zeigt 468 Rainbow, Nuts gefloppt!! Glücksgefühl!!! es ist mal wieder da.
    Um dann nach einem K am Turn und weiterer 8 am River, auf ein gepairtes Board schaue?ja dann komme ich ganz schnell wieder runter von meinem Glücksgefühl… denn wir waren ja schon beide, nach raise und Reraise am Flop mit unseren 25 BB allin und mein Körper erleidet nach 1minütigem Hochgefühl, den 1 minütigen Hammerschlag mit Mitleidsblicken meiner Mitspieler wenn ich als Bubbleboy in das Full House schauen darf. Good Game und jetzt haben alle anderen ihr Glücksgefühl?

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  2. Es ist definitiv so, das manche Spieler das Spielglück gepachtet haben, auch in den Turnieren im Monte oder CCC, kann man immer wieder beobachten, wie diese Spieler in entscheidenden Situationen regelmäßig das Glück auf ihrer Seite haben und andere wiederum regelmäßig von sogenannten Ein, zwei oder drei outern aus dem Turnier befördert werden, siehe Kommentar von Dirk.
    Ich bin leider noch nicht dahinter gekommen, warum das so ist….vielleicht kann ja hier wer „Licht ins Dunkel“ bringen…?

  3. Ich möchte hier ehrlich nichts von „onanieren“ lesen…
    Udo: Du bist der bekannteste Pokerkolumnist. Wieso verschwendest Du dieses Merkmal mit solchen mit Pseudoreizworten wie „onanieren“ geschmückten Worten?
    Beobachte doch mal, was am Tisch so abgeht und schreib darüber ne Persiflage. Und nicht so n Driss

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