- Offiziell eingereicht: Bowser übergibt den Poker- und Blackjack-Entwurf persönlich an Phil Mendelson.
- Teil des Haushaltsplans: Das Gesetz ist strategisch an den 21,8-Milliarden-Dollar-Budgetplan für 2026 geknüpft.
- Lizenz, Steuer, Regulierung: Turniere ab 18 Jahren, 25 % Steuer, klare Regeln für Betreiber und Spieler.
Die Bürgermeisterin von Washington, D.C., Muriel Bowser, hat einen weiteren wichtigen Schritt zur Legalisierung von Poker und Blackjack in der US-Hauptstadt unternommen. Anfang Oktober übergab sie den „Poker and Blackjack Gaming Authorization Act of 2025“ persönlich an den Vorsitzenden des Stadtrats, Phil Mendelson.

Mit dieser formellen Einreichung beginnt das parlamentarische Verfahren zur Beratung des Gesetzesvorschlags. Bowser treibt die Legalisierung bereits seit einiger Zeit voran und bringt sie nun mit Nachdruck ins Rollen.
Wirtschaftlicher Impuls für 2026
Bowser möchte die Hauptstadt mithilfe der Gesetzesinitiative wirtschaftlich breiter aufstellen, indem sie das legale Glücksspielangebot um Poker, Blackjack und Bingo erweitert. Der Entwurf ist direkt mit dem Haushaltsplan für das Fiskaljahr 2026. Er soll neue Einnahmequellen schaffen und Beschäftigung in Gastronomie und Tourismus fördern.
Hintergrund ist eine erwartete konjunkturelle Abkühlung. D.C.’s Finanzchef Glen Lee rechnet mit einer leichten Rezession. Bowser will dieser mit proaktiver Wirtschaftspolitik begegnen.
Regeln, Steuern und Lizenzgebühren im Überblick
Das Gesetz sieht vor, dass Poker- und Blackjack-Turniere in Hotels, Restaurants und lizenzierten Veranstaltungsstätten erlaubt werden, allerdings ausschließlich für Gäste ab 18 Jahren.
Wer als Betreiber ins Geschäft einsteigen möchte, muss eine Lizenz beantragen, die 5.000 US-$ kostet, zuzüglich 2.000 US-$ je zusätzlichem Standort. Die Spielumsätze sollen mit 25 % besteuert werden, bei Bingo beträgt der Steuersatz 7,5 %. Die ersten 250.000 US-$ an Einnahmen fließen in den Lotterie- und Glücksspiel-Fonds, der Rest in den allgemeinen Haushalt.
Nächste Schritte: Anhörungen und Abstimmungen
Mit der Übergabe an Phil Mendelson hat Bowser den Ball nun offiziell dem Stadtrat zugespielt. Der Entwurf wurde an den Ausschuss für Wirtschaft und Entwicklung unter der Leitung von Kenyan McDuffie weitergeleitet. Dort sollen nun Anhörungen und Prüfungen folgen, bevor das Plenum über das Gesetz abstimmt.
Auch wenn frühere Versuche zur Legalisierung scheiterten, genießt das aktuelle Vorhaben durch die wirtschaftliche Dringlichkeit und den politischen Rückhalt bessere Startbedingungen.