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Poker statt Sparring: UFC-Star Mackenzie Dern verrät ihr ungewöhnliches Erfolgsgeheimnis

Mackenzie Dern gehört seit Jahren zu den bekanntesten Gesichtern der UFC. Vor ihrer ersten Titelverteidigung bei UFC 330 am letzten Samstag in Philadelphia sorgte die 33-Jährige allerdings nicht mit einer neuen Trainingsmethode für Schlagzeilen, sondern mit einer eher ungewöhnlichen Leidenschaft: Poker!

Die brasilianisch-amerikanische Kämpferin ist nämlich davon überzeugt, dass Poker einen entscheidenden Anteil an ihrem sportlichen Aufschwung hat. Das Kartenspiel habe ihr dabei geholfen, ihre Emotionen besser zu kontrollieren und strategischer zu denken. Eigenschaften, die sich inzwischen auch im Oktagon spürbar bemerkbar machen.

Von emotionalen Rückschlägen zur mentalen Stabilität

Der Karriereverlauf von Dern verlief zudem alles andere als geradlinig. Nach sechs Siegen in ihren ersten sieben UFC-Kämpfen geriet die Grappling-Spezialistin ins Stocken. In den darauffolgenden sechs Duellen musste sie vier Niederlagen hinnehmen und verlor zwischenzeitlich den Anschluss an die Spitze ihrer Gewichtsklasse.

Im Gespräch mit BBC Sport erklärte Dern, dass sie ihre größte Schwäche inzwischen genau identifiziert habe: den Umgang mit ihren Emotionen.

Nach eigenen Aussagen ließ sie sich im Kampf häufig von einzelnen Aktionen ihrer Gegnerinnen aus dem Konzept bringen. Statt ihrem Matchplan zu folgen, reagierte sie oft impulsiv und verlor dadurch die taktische Kontrolle.

Poker als mentale Trainingseinheit

Seit 2024 beschäftigt sich Dern intensiv mit Poker. Dabei betrachtet sie das Spiel nicht als Freizeitbeschäftigung, sondern vielmehr als eine zusätzliche mentale Herausforderung.

Poker kombiniert mathematische Entscheidungen, psychologische Elemente und strategisches Denken. Genau diese Mischung habe ihr geholfen, geduldiger zu werden und Situationen objektiver zu bewerten.

Nach eigenen Angaben spielt Dern ausschließlich außerhalb ihrer Trainingslager. Und der Plan scheint aufzugehen! Seitdem konnte sie drei Kämpfe in Folge gewinnen, darunter auch ihren großen Erfolg gegen Virna Jandiroba im Oktober des vergangenen Jahres.

Dern erklärte, dass sie durch Poker gelernt habe, ihre Gefühle besser zu kontrollieren und ihre Gegner genauer zu analysieren. Diese Fähigkeiten versuche sie mittlerweile gezielt in ihren Kämpfen einzusetzen.

Poker fördert strategisches Denken – birgt aber auch Risiken

Poker wird seit Jahren von zahlreichen Profisportlern als mentales Training genutzt. Die Fähigkeit, unter Druck rationale Entscheidungen zu treffen, kann sowohl am Pokertisch als auch im Leistungssport ein entscheidender Vorteil sein.

Dennoch sollten die Risiken des Glücksspiels natürlich nicht unterschätzt werden. Eine australische Studie kam zu dem Ergebnis, dass 39 Prozent der regelmäßig befragten Pokerspieler ein moderates bis schweres problematisches Spielverhalten aufwiesen. Zudem berichtete etwa ein Viertel der Teilnehmer über finanzielle Schwierigkeiten, die direkt mit dem Pokerspiel in Verbindung standen.

Für Mackenzie Dern steht derzeit allerdings ausschließlich der sportliche Erfolg im Mittelpunkt und Poker ist bei ihr eher eine kleine Nuance, welcher zum Erfolg in der UFC beiträgt.

    Rerinko

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