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Poker und Wissenschaft – verschlechtert Testosteron das Spiel?

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Sechs Forscher haben ein Experiment mit Poker und Testosteron gemacht. Das Sexualhormon scheint offenbar das Spiel zu verschlechtern. Probanden machten schlechte Calls und blufften weniger.

Unter dem Titel Effects of Testosterone Administration on Strategic Gambling in Poker Play veröffentlichten Prof. Dr. Vincent Buskens, Prof. Dr. Jack van Honk, Prof. Dr. Werner Raub, Dr. David Terburg (alle Universiteit Utrecht), Ass.-Prof. Dr. Christoph Eisenegger (Universität Wien) sowie Dr. Geert-Jan Will eine interessante Studie.

Gespielt wurde ein Von Neumann and Morgenstern Poker Game. Es wird Heads-Up mit einer 5 Card Draw Hand gespielt und Spieler können entweder 10 oder 30 Chips setzen. Wenn beide Spieler den gleichen Betrag gesetzt haben, kommt es zum Showdown. Setzt ein Spieler hoch und der andere niedrig, wird dieser gefragt, ob er Callen oder Folden möchte. Die Equilibrium-Strategie nach Nash sieht vor, dass man mit 25% der schlechten Hände zufällig einen Bluff spielt. Entsprechen soll man auch nur selten mit schlechten Händen Callen.

Getestet wurden 40 Frauen, wobei man 20 ihnen eine Dosis Testosteron verabreichte. Die andere Hälfte erhielt ein Placebo. Nach dem Test kommen die Forscher zur Erkenntnis, dass die Probanden mit Testosteron deutlicher vom optimalen Spiel abwichen. Sie callten zu häufig und spielten zu selten einen Bluff. Vor allem mit sehr schlechten Händen wurde kaum geblufft. Die Forscher glauben, dass dies ein „Status-suchendes Verhalten“ welches auf „Ansehen“ basiert repräsentiert. So will man nicht unterwürfig sein, anderer seit aber auch nicht mit schwachen Händen erwischt werden.

1 KOMMENTAR

  1. Man müssen die zeit haben
    Daß wissen wäsche dieser erforscht haben wurde schon ins der DDR bei Sportlern falsch angewendet. Dr.van honk ?

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