Kolumnen

Pokerdinge der Woche 2010 KW 20

Manchmal geht es um Sicherheit, ob diese Sicherheit am Pokertisch gelebt wird und man sich sicher ist, dass dieser Move jetzt völliger Schwachsinn war, weiß man zumeist erst hinterher. Sicherheit hat aber viele Gesichter, auch am Pokertisch.
1.

Ganz sicher bin ich mir nicht, ob das transportierbare Urinal für Männer in der Pokerszene wirklich jemals seine Verwendung finden wird. Obwohl ich zugeben muss, dass es durchaus schon Situationen gab, in denen ich mir so ein Ding gewünscht hätte. Jeder, der jetzt sich selbst die urinale Absolution erteilt, soll einfach an ein Turnier denken in dem er „auf DIE Hand“ wartete und deshalb gerne bereit war, den Tisch wegen drei Liter Wasser, das zu lassen notwendig wurde, eben diesen nicht zu verlassen.


Portable Urinal for Men
Bestehend aus:
Katheter (wird getragen wie ein Präservativ)
Sammeltasche Füllmenge 1000ml
diverse Halterungen und Schläuche
Preis: 29,95
www.biorelief.com

2.

Ich bin mir nicht sicher, ob die Produkte die angeboten werden immer blöder werden, oder ich es bin. Allerdings verleiten manche zumindest mich zum Lächeln oder Kopfschütteln. Wohl eines der sinnlosesten Dinge die ich in letzter Zeit fand ist ein Keyboard ohne Beschriftung. Wer um Himmels willen braucht so etwas außer diejenigen, welche so gut an der Tastatur sind, dass sie damit angeben wollen, oder zumindest Verwirrung stiften. Beides erreicht man mit dem Ding auf jeden Fall.

Keyboard I
104-Tasten US Layout
– Die Tasten halten mindestens 30 Millionen Anschläge aus.
– USB-Interface
– Gewicht: 1,5kg
– Abmessungen: 47cm x 21cm
Preis: € 79.-
www.getdigital.de

3.

Ganz sicher. Weiße, schlanke, sozial Privilegierte ziehen einen Kreis um sich herum und jeder der sich darin befindet ist normal. Aber alle außerhalb des Kreises dürfen ausgeschlossen, gedemütigt oder zurückgesetzt oder was noch schlimmer, ist bemitleidet werden. Gutmenschen, die für sich und ihre Umwelt Spielregeln aufstellen und mit erhobenen Zeigefinger auf alles zeigen, was nicht in ihr Weltbild passt „‚Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral!“ rief Bertold Brecht einer Bourgeoisie entgegen, die selbstverliebt auf alles herabblickte, was nicht so gebildet und sozial kompetent erschien wie sie selbst es glaubten zu sein. Geändert hat sich recht wenig von den brechtschen Zeiten bis heute. Wenn Regenwald abgeholzt wird, dann macht das der Typ in Indonesien, Brasilien oder in Afrika nicht deshalb, weil ihm das egal ist, sondern weil er etwas zum Fressen braucht. Darüber schockiert zu sein ist das eine, etwas dagegen zu tun, ist das andere.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=PkVKLhrXydE[/youtube]

Ecosia ist eine umweltfreundliche Suchmaschine, Ecosia funktioniert im Grunde wie andere Suchmaschinen, jedoch spendet Ecosia mindestens 80% der Sucheinnahmen an ein Regenwaldschutzprojekt

www.ecosia.org


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