Kolumnen

Pokerdinge der Woche KW 50

Weihnachten ist bekanntlich die Zeit, wo am meisten sinnlos Geld ausgegeben wird. Dass man mit Geld und vor allem auch mit gewonnenem Geld auch etwas Sinnvolles machen kann ist kein Geheimnis und deshalb gibt es diese Woche ein ganz spezielles Pokerding der Woche.

Bodo Zeidler dürfte also sein wirklicher Name sein und so werde ich ihn auch in Zukunft nennen, denn Bob Sonic passt irgendwie nicht in mein Pokerbild, Pokerspieler haben keine Künstlernamen, das SIND Künstler und brauchen sich nicht durch Namen dazu zu machen. Egal, das ist gar nicht das Thema. Das Thema ist, dass es immer wieder überraschend ist, das ich mich freue Menschen zu treffen. Dies liegt aber weniger an den Menschen selbst, sondern an den Projekten welche sie haben, wie eben Bodo Zeiler aus Hameln. Weil Hameln ja geschichtlich immer irgendwie etwas mit Kindern zu tun hatte, blieb ihm wohl nichts anderes über als diese Tradition fortzusetzen, aber weniger als pokerspielende Ratte oder Kinderfänger, sondern das genaue Gegenteil dessen.

Bodo Zeidler gewann vor geraumer Zeit in Hannover bei einem Turnier € 640, er luckte sich so sehr durch das Turnier, das der Name Luck-Box einen neuen Träger gefunden hätte. Er stellte sich die Frage, was er denn mit dem gewonnen Geld anstellen könnte und als er bemerkte, dass er mit sechshundert Euro nicht das kaufen kann, was er sich erträumte, entschloss er sich, das „geschenkte“ Geld sinnvoll zu verwenden. So entstand reraise-for-children.com.

Und das ist auch der Grund für eine „Sonderausgabe“ bei den Pokerdingen der Woche: ein beeindruckendes Projekt, von einem der weiß, das er ein Privilegierter ist und einen Teil dieser Bevorzugung nicht für Ed Hardy und sonstigen Unsinn ausgibt, sondern etwas tut, das wesentlich mehr Sinn hat, als Oberflächlichkeiten. Jetzt bloß nicht denken, dass dies nur ein saisonaler und Gewissen bereinigter, weil vorweihnachtlicher Spendenaufruf ist, sondern viel mehr die Unterstützung einer Idee, welche Nachahmer finden soll. Pokerspieler sind Privilegierte, denn solange man bereit ist, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, tausend Euro auf’s Spiel zu setzen, kann man auch ein paar Scheine des anschließend Gewonnenen für Kinder abgeben, die im Leben nicht so viel Glück hatten, wie du bei deiner letzten 30/70 Situation.

www.reraise-for-children.com


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