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PokerStars EPT Wien 2010 – Ein erfolgreiches Pokerfest für Österreich und Deutschland

Nach sechs Jahren kehrte die PokerStars European Poker Tour (EPT) zurück nach Wien. Erfolgreicher hätte dieses Comeback für Deutschland gar nicht laufen können. Michael Eiler holte das Main Event samt dazugehörigem Titel und auch bei den Side Events konnte man den ein oder anderen Sieg verbuchen.

Alleine dass die EPT nach Wien zurückkehrte, war schon ein Grund zu feiern. Nach dem Ende in Baden 2007 feierte man 2010 zwar das EPT Snowfest, aber Saalbach-Hinterglemm ist nicht Wien. Der Kursalon wurde als würdige Umgebung ausgewählt und schöner hätte man es gar nicht haben können. Zwar gab es schon im Vorfeld Unkenrufe bezüglich der Sicherheitsvorkehrungen, aber da hatte das Concord Card Casino Wien als Veranstalter wirklich alles im Griff. Security und Polizei hatten stets ein wachsames Auge und so kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen.

Das Main Event zog natürlich die meiste Aufmerksamkeit auf sich, aber auch das Rundherum konnte sich sehen lassen. Die angebotenen Side Events fanden ihr Publikum und zum Teil waren diese „Nebensächlichkeiten“ richtig stark besetzt. Selbstredend, dass sich beim € 10.000 Highroller Event keiner zufällig an den Tisch verirrte. Die Startzeit von 12 Uhr mittags hätte man durchaus optimieren können, aber 13 Spieler sind es doch geworden. Fabian Quoss musste seine Chips Tobias Reinkemeier überlassen, der aber verfehlte dann die zwei bezahlten Plätze auch knapp und musste sich mit Rang 4 zufrieden geben. Der Sieg ging an Fernando Brito, er sich im Heads-up gegen Rob Hollink durchsetzte.

Beim € 3.000 No Limit Hold’em Heads-up dagegen gab es für Deutschland Grund zum Jubeln. Moritz Schmejkal setzte sich gegen Albert Iversen durch und sichert sich damit die Siegesprämie von € 40.000. Christoph Haller musste sich beim 8-Game nur Matthew Ashton geschlagen geben und durfte sich so über Platz 2 und € 11.400 freuen. PokerStars Pro Marcel Luske sicherte sich übrigens das € 1.000 H.O.R.S.E. Event, zu dem sich auch noch 20 Spieler eingefunden hatten. Niki Jedlicka verpasste beim letzten € 1000 NLH Bounty nur knapp den Sieg und durfte für Platz 2 € 10.800 mitnehmen. Dominik Nitsche landete auf Platz 3 und kassierte € 5.400. Den letzten Sieg feiert schließlich Yildiray Cam. Der Hamburger war zum ersten Mal in Wien und wird die Stadt nach seinem Sieg beim € 300 NLH Turbo und den gewonnenen € 6.480 sicher in guter Erinnerung behalten.

Auch die Cashgames im Kursalon konnten sich sehen lassen. Während die kleinen Limits im CCC Simmering gespielt wurden, brummten im Kursalon die Tische ab den Limits 5/10. No Limit Hold’em und Pot Limit Omaha wurde gespielt und zehntausende Euro wechselten in den sieben Tagen ihre Besitzer. David Benyamine, Anton Allemann, Niki Jedlicka und Markus Golser sorgten für Action bei der 50/100 PLO Runde, nur Tom Dwan war das ein bisschen zu niedrig. Zeitweilig liefen im zweiten Stock des Kursalon über 15 Cashgametische und das eben bei doch eher hohen Limits. Das Feedback der Spieler war sehr gut und selbst von den starken Rauchern gab es keine Proteste, dass man zum Rauchen zur Bar in den Vorraum oder auf die Terrasse gehen musste.

Die Bar bzw. Gasto und Restaurant waren auch schon die einzigen Schwachpunkte der Veranstaltung. Da aber konnte weder die EPT noch das CCC etwas dagegen machen. Das Catering-Unternehmen gehört nun mal zum Kursalon. Dass man für horrende Preise und bei wenig Auswahl schlechten Kaffee (und das in Wien!) und den auch noch schlecht serviert bekam, nahmen die meisten aber nach einigen Tagen auch schon resignierend zur Kenntnis und suchten sich zumindest in kulinarischer Hinsicht Alternativen.

Alles in allem war die PokerStas EPT Wien 2010 ein rauschendes Pokerfest, wie es nicht schöner hätte sein können. Eine gute und reibungslose Organisation durch PokerStars, die EPT und das CCC, für den einwandfreien Turnierablauf – und das bei bis zu sechs Turnieren gleichzeitig – sorgten Thomas Kremser und sein Team von TK Poker Events, ebenso wie das CCC, das seine besten Dealer in den Kursalon geschickt hatte.

Und mit einem „Chapeau“ ist Geschichte der EPT Wien 2010 nun auch zu Ende.


1 Kommentar
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lOl
10 Jahre zuvor

Dass ein Spieler ein Turnier „für sein Land“ gewinnt, kann man nur hoffnungslosen Fanboys vermitteln.

Ein Spieler gewinnt für seine Bankroll.