Beim diesjährigen Irish Poker Tour Festival im Gleneagle Hotel Killarney trug das Hauptturnier vom 23. bis 28. September die deutlichsten Schlagzeilen. Der mit €700 buy-in ausgestattete und mit €500.000 garantierter Preisgeldsumme angesetzte Main Event übertraf die Erwartungen. Insgesamt 899 Teilnehmer sorgten für einen Preispool in Höhe von €535.085, der unter den besten 90 Spielern aufgeteilt wurde. Den größten Anteil schnappte sich letztlich Samuel Petteri Saariaho aus Finnland – der Pokerspieler krönte seine Turnierwoche mit dem Titel und einem Preisgeld von €100.000.
Finaltisch geprägt von irischer Präsenz
Obwohl viele internationale Spieler den Weg nach Killarney fanden – darunter zahlreiche Qualifikanten von WPT Global, Paddy Power Poker und Grosvenor Poker –, zeigte sich der Finaltisch fest in irischer Hand. Acht der letzten neun Teilnehmer kamen aus Irland oder dem Vereinigten Königreich.
Für Kieran O’Donovan endete das Finale früh auf Platz neun (€12.500), gefolgt von der britischen Pokerprofi Katie Swift. Die von Grosvenor Poker gesponserte Spielerin erzielte mit ihrer Achtplatzierung (€15.000) nicht nur ihre erste fünfstellige Auszahlung in Irland, sondern bereits ihren achten Cash bei einem irischen Event.
Niall Mullan sicherte sich mit Platz sieben €18.000 – das bislang höchste Preisgeld seiner Karriere. Ähnliches galt für Ed Fogarty, der sich Rang sechs und €22.385 erspielte. Unter den letzten Fünf setzte Cathal Heapes mit seinem ersten dokumentierten Live-Turnierergebnis seit 2017 ein Ausrufezeichen. Für Platz fünf erhielt er €27.000.
Derrick Wall belegte Platz vier und kassierte dafür €35.500, bevor John Ward mit Rang drei (€45.000) das Heads-up-Duell vorbereitete. Ward durfte sich zusätzlich über ein €1.200-Teilnahmepackage für das London Poker Festival freuen. Auch Tommy O’Rourke, der schließlich Zweiter wurde (€63.500), sicherte sich ein solches Paket.
Saariahos erster sechsstelliger Erfolg
Im abschließenden Duell um Titel und Siegerscheck setzte sich Samuel Saariaho gegen den letzten verbliebenen Lokalmatador O’Rourke durch. Der Finne holte damit den bislang größten Live-Erfolg seiner Pokerlaufbahn und konnte als Einziger am Final Table auf keine lautstarke Unterstützung zählen. Dennoch ließ er sich nicht beirren und beanspruchte den Hauptpreis in Höhe von €100.000. Für O’Rourke blieb der Trostpreis von €63.500 sowie die Teilnahme am nächsten großen Event der Irish Poker Tour.
WPT-Bonus verfehlt, London-Ticket gewonnen
Nur knapp verpassten zwei WPT Global-Qualifikanten den großen Coup. David Cleary musste sich mit Platz 41 begnügen, Padraig O’Neill kam bis auf Rang 31. Damit blieb der von WPT Global ausgeschriebene Bonus von weiteren €100.000 für den Main-Event-Sieg eines Qualifikanten in Killarney ungenutzt. Immerhin ging das zusätzliche London-Package wie erwähnt an John Ward und Tommy O’Rourke, die beide als „Last Longer“-Gewinner hervorgingen.
Die nächsten Highlights der Tour werfen bereits ihre Schatten voraus. Vom 4. bis 9. November findet im Genting Casino in London das nächste große Festival statt. Besonders im Fokus steht dabei das £400 Main Event mit einem garantierten Preispool von £200.000, für das sich nun auch Saariahos Finalgegner O’Rourke direkt qualifiziert hat.
