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Schleswig Holstein macht einen Rückzieher

Nun ist es offiziell. Was sich nach der letzten Landtagswahl im Mai 2012 und dem Regierungswechsel andeutete, wurde nun Gewissheit. Die Regierung um SH Ministerpräsident Torsten Albig hat den Alleingang im Rahmen des neuen Glücksspielvertrag am Dienstag beendet. Das Kabinett des Landes hat beschlossen, dem Staatsvertrag aller anderen Bundesländer beizutreten.

Innenminister Andreas Breitner hat den Präsidenten des Schleswig Holsteinischen Landtags bereits informiert, um nun für einen Beitritt in das Zustimmungsgesetz, das die notwendigen Regelungen des Staatsvertrages in Landesrecht überführt, zu beschließen. Dieses soll nun in einer ersten Lesung bereits im August beraten werden.

Ministerpräsident Albig erklärte, dass man nun zügig und rechtlich einwandfrei dem Glücksspieländerungsvertrag beitreten will und das Minenfeld räumen wird, das die Vorgängerregierung hinterlassen hat. FDP Fraktionschef Wolfgang Kubicki hingegen erklärte, dass die neue Regierung das Land nun in „eine Sackgasse“ zu lenken.

Wie es nun mit den bereits erteilten Lizenzen weitergeht, bleibt abzuwarten. Bisher haben die Firmen NordwestLotto Schleswig-Holstein GmbH & Co. KG für das Oddset-Angebot, Polco Ltd. (Betfair-Gruppe), Personal Exchange International Ltd. (mybet Holding SE), Hillside New Media Ltd. (bet365), Bet-at-home.com Internet Ltd., Electraworks Kiel Ltd. (bwin) und Tipico Company Ltd. Lizenzen erhalten.  Weiterhin liegen dem Innenministerium 28 Anträge für Sportwetten und 21 Anträge für Online Casinospiele vor.


5 Comments
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Sven
10 Jahre zuvor

SPD Deppen -.-

toni
10 Jahre zuvor

hahaha ich wusste es.

mal sehen wie lange Pokerstars nun Werbung macht bei der 3. Mannschaft am Ar.. der Welt

Kerri
10 Jahre zuvor

politiker sind und bleiben vollpfosten, ohne ahnung von dem was sie da tun

Pokr
10 Jahre zuvor

War eigentlich wirklich nicht anders zu erwarten. Und es ist gut so.

Da hat sich die alte Regierung von der Wettmafia bestechen lassen und zum zu erwartenden Abschied aus der Regierungsverantwortung den „Feierabend“ versüßen lassen.
Nach der verlorenen Wahl -aber die Resttage noch im Amt- hat die alte Regierung noch schnell das Gesetz verabschiedet und sich als einziges Bundesland mit den Wettanbietern eingelassen.
Das das kein Alleingang sein kann, der gut wird und vor allem sinnoll ist, war ja eigentlich klar.
28 Anträge für Sportwetten und 21 Anträge online Casinospiele…
Gibt es nicht schon genug Möglichkeiten zu Pokern?
Müssen unbedingt noch iregndwelche windigen Ltd. Holdings in Deutschland abkassieren?

Zocker Lobby
9 Jahre zuvor

@pokr: Die Realität ist umgekehrt . JETZT werden Millionen deutscher Pokerspieler über teils auch windige Portale kommektiert. Eine Lizensierung hätte den Vorteil, den Graumarkt zu legalisieren und die Unternehmen zu prüfen (s. FullTilt Reinfall).

Die Situation ist etwas komplexer, aber tatsächlich haben die Schleswig-Holsteiner als einziges BL einen wirklich markt- und europatauglichen Gesetzesentwurf erarbeitet. Demgegenüber ist der Glücksspielvertrag der anderen 15 BL bereits eine Totgeburt. Zu Weihnachten schickt die EU den blauen Brief.

Weil Deutschland an seinem Monopol festhalten will, sollte eigentlich eine ehrliche Spielsuchtbekämpfung organisiert werden. Aber PUSTEKUCHEN!. Klammheimlich wird nämlich – am Glücksspielgesetz vorbei – derzeit die „SpielVO“ erneuert und eine Ausweitung der krankmachenden Geldspielgeräte in Gaststätten, Wurstbuden, Spielhallen beschlossen. Die sozial Schwachen und leider auch viele Jugendlichn werden systematisch durch dieselben Politiker ausgenommen, die jetzt von einem „Las Vegas in SH“ schwafeln…. In 12 Monaten wird der Entwurf aus SH doch für alle BL zum Standard, warten wirs ab.

Wir gründen die „Lobby ehrenwerter Zocker“ und kümmern uns um etwas Recht und Freiheit für Wettkampfspieler. Support welcome http://Zocker.com