Kolumnen

Sonst noch was? – Der Wochenrückblick

Unwichtig! (ein Ausrufezeichen), das hat nichts mit Poker zu tun!!! (drei Ausrufezeichen) und auch das sehr gerne gewählte: „das interessiert mich nicht“ (ohne Ausrufezeichen) sind beliebte Postings auf Pokerwebseiten, sobald das Thema keine Handanalyse ist. Diese Zusammenfassung fasst jene Dinge zusammen, welche in der letzten Woche keinen Platz fanden und ist für Handanalysenfetischisten ungeeignet.

Gesprächiger Spieler

Pokerfirma Kolumnist Jan Heitmann goes on Internet-TV. Es gibt eine Webseite, die nennt sich www.michinteressiert.de. Auf dieser Seite werden dem Interessierten die Rubriken Wein, Reisen und Gesünder Leben näher gebracht. Rein vom Content her, alles Punkte, welche Pokerspieler (auch) interessieren könnten. Allerdings, gesünder Leben und Pokerspieler? Egal! Ganz klar ist das Konzept ohnehin noch nicht, wie es scheint, aber beide sind ja noch jung…..Heitmann und die Sendung.
In der Nächsten kommt dann George Danzer (Sandra war schon) und es ist nicht uninteressant, was die beiden da zu erzählen haben.

http://www.michinteressiert.de/index.php/video/detail/id/17

Automaten statt Nutten

In München soll der größte Glückspiel-Komplex Deutschlands entstehen. Meldungen wie diese erscheinen im drei Monatstakt, nur die Standorte wechseln sich ab. Nun ist eben die Bayrische Metropole. Ein anderes Mal ist es irgendwo im Ruhrpott und das nächste Mal in einer tschechischen Einöde.
Etwas konkreter sind die Pläne einer Bochumer Betreibergesellschaft, die in der früheren Karthalle an der Hansestrasse ihre Slots öffnen möchte. 213 Automaten in 18 Hallen (das entspricht den gesetzlich erlaubten 12 Daddelmaschinen pro Raum) sollen sehr zum Missfallen der Kreisverwaltung entstehen. Zur Zeit erhebt der Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle Einsprüche, die werden abgelehnt und der nächste Einspruch folgt auf dem Fusse.
Der kämpferische Kreisverwaltungsreferent durchforstete die Paragraphen und hatte die Genehmigung mit den Argumenten „Optische Sonderung“ (die einzelnen Spielhallen müssen unabhängig von einander sein und nicht so wie in den Plänen, in denen die Hallen „aus einem Guss“ erscheinen) so wie wegen „übermäßiger Ausnutzung des Spieltriebs“ – oder Spielsucht wie man es wahrscheinlich im Nicht-Amts-Deutsch und umgangssprachlich nennen würde.

Foto: Benjamin Klack

Paris – Las Vegas

31 Jahre alt ist sie nun geworden und irgendwie ist das scheiss egal eine nette Idee, wenn man dann nach Las Vegas fährt und dort 30k beim Black Jack gewinnt. So geschehen mit Paris Hilton. Irrtümlicherweise wird sie ja nch wie vor als Hilton-Hotel-Erbin (Multi-Millionen-Dollar-Hotelimperiums, erfolgreiche Mode- und Schmuckdesignerin, Mitbesitzerin eines Londoner Nachtclubs, Werbeikone und TV-Starlet, Quelle: gofeminin.de) geführt. Das ist seit ca. einem Jahr aber nicht mehr wahr, sofern sie nicht doch ein klein B&B irgendwo in der Lüneburger Heide übernimmt. Papa Hilton hat die gesamte Chose inklusive Namen verkauft und Paris ist keinen Hotelerbin mehr, sondern nur noch Gelderbin. Da helfen 30k auf jeden Fall. Aber was kauft sich die gute für $30.000? Einmal Maniküre? Oder doch besser ein Niveaukurs auf der Volkshochschule?

Foto: Glenn Francis

Schlecht gebrüllt Löwe

Im Quartal zuvor hatten sie noch einen operativen Verlust von 38,4 Millionen US-Dollar und jetzt nur noch 10,3 Mio. Die Rede ist vom MGM Resorts International. Dieser Quartalsverlust bezieht sich nicht auf die gesamte Kette, sondern nur für den Standort Las Vegas und das bei einer Belegung von 87%. Im Vergleichsquartal waren es nur 84% Auslastung. Umsatz macht so ein Hotelkomplex 2,30 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

Das MGM in Macao

Eins in die Fresse

PokerStrategy.com-Coach und High Stakes-Star Daniel „jungleman“ Cates forderte Andrew Feldman zu einem Boxkampf auf. Ganz neu ist die Idee ja nicht, zumal auch schon Veldhuis und ElkY sowie Hansen und Jorgensen sich schon mal gegenseitig im Boxring vermöbelten. Geschehen soll das ganze bei der nächsten WSOP und pokerfirma.com wird sicher dabei sein. Allerdings sicher nicht IM Ring, sondern lieber ausserhalb – ist sicherer. Obwohl, den kleinen Feldman könnte auch Werthan (es wird behauptet er sei feige, faul, kaltherzig, reizbar, kommunikationsunfähig, verständnislos, renitent, rechthaberisch, selbstherrlich, launisch, ungerecht, gierig, bestechlich, materialistisch, starrköpfig, zweifelnd, machtbesessen, tierfeindlich, opportunistisch, humorlos, undiplomatisch, chauvinistisch, cholerisch, eitel, hinterfotzig, kleingeistig, rachsüchtig, fordernd, aggressiv, rücksichtslos, zynisch, schadenfroh, feindselig, unruhig, rückgratlos, schamlos, wankelmütig und voreingenommen) niederstrecken, will er aber nicht.

Foto: matthias guenter

Gute Besserung

Selbst der Schweizer Nationalrat muss nun eingestehen, dass man nicht tausende Schweizer Pokerspieler kriminalisieren kann und so wurde von der 25-köpfige Rechtskommission des Nationalrats kürzlich eine Motion eingereicht, welche verlangt, dass Pokerturniere «mit kleinem Einsatz und Gewinn» außerhalb von Casinos leglisiert werden soll. Das Plenum behandelt diesen Punkt lt. Traktatenliste Ende Februar. Vielleicht kann man dies als einen ersten Schritt in die richtige Richtung werten und das sich alles wieder zum Guten bessert (diese Tautologie ist bewusst eingesetzt, zumal die Meldung hoffen lässt).
Am 11. März stimmt die Schweiz auf jeden Fall über die Regelung der Geldspiele ab und dann werden wir ja sehen ob die Schweizer wirklich so ein vereintes Pokervolk ist.


Foto: Marianne J.

You’re all hypocrites

„Michael Jackson is dead. You’re all hypocrites. All of a sudden the media is his best friend? Two-faced fuckers…“
So wird der Pokerspieler und Zirkusdirekor Guy Laliberté wohl nicht gedacht haben, als er mal schnell 60 Millionen Dollar in die Hand nahm und die „Michael Jackson – The Immortal World Tour“ produzierte. Ab jetzt gibt es die Cirque de Soleil Show auch in Las Vegas zu sehen und die läuft sicher noch bis Juli.


Foto: Cirque de Soleil

Große Worte

Doyle Brunson, der Grandseniööör des Pokerns hat sich zu Wort gemeldet. Er verteidigt in seinem Blog (http://doylebrunson.com/blog/) Howard Lederer und auch Chris Ferguson. Die Kollegen von pokerstrategy.com übersetzten Brunsons Meinung so:
„Im Endeffekt waren sie Pokerspieler und keine Verantwortlichen eines Unternehmens“, meint Brunson, und weiter, „dass Lederer persönlich garantiert habe, dass er nichts von den finanziellen Problemen wusste“. Ein paar Seitenhiebe von der Community sind ihm gewiss.

Foto: flipchip / LasVegasVegas.com


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