Die Spielbank SH-Gruppe, zu der die Standorte Flensburg, Lübeck, Schenefeld und Kiel gehören, hat sich gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di auf einen neuen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von 26 Monaten verständigt. Die Vereinbarung schafft nicht nur bessere Bedingungen für die Beschäftigten, sondern sorgt auch für mehr Planungssicherheit während des laufenden Verkaufsprozesses der Unternehmensgruppe.
7,5 Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten
Der neue Tarifvertrag sieht für die Mitarbeiter der Spielbanken eine Gehaltssteigerung von insgesamt 7,5 Prozent vor. Damit konnten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft auf einen Kompromiss einigen, der sowohl die Interessen der Beschäftigten als auch die wirtschaftlichen Anforderungen des Unternehmens berücksichtigt.
Gerade vor dem Hintergrund des geplanten Verkaufs der Spielbank SH-Gruppe gilt die Einigung als wichtiger Schritt, um Stabilität für beide Seiten zu schaffen.
Geschäftsführung setzt auf Stabilität im Verkaufsprozess
Geschäftsführer Rainer Schepull bezeichnete den Tarifabschluss als deutliches Zeichen für Zusammenarbeit und Verantwortung. Ziel sei es gewesen, den Mitarbeitern eine faire finanzielle Anerkennung für ihre Leistungen zu bieten und gleichzeitig sicherzustellen, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den laufenden Veräußerungsprozess verlässlich und kalkulierbar bleiben.
Nach Angaben der Unternehmensführung bildet die Vereinbarung eine solide Grundlage für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Spielbank-Gruppe.
ver.di spricht von attraktivem Kompromiss
Auch die Gewerkschaft ver.di bewertet das Verhandlungsergebnis positiv. Gewerkschaftssekretär Tobias Marx erklärte, dass die Einigung den Beschäftigten attraktive Arbeitsbedingungen sichere und gleichzeitig allen Beteiligten Planungssicherheit für die kommenden zwei Jahre verschaffe.
Hoffnungsschimmer für die Mitarbeiter
Die Einigung kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt. Da die Spielbank SH-Gruppe ihre Casinos privatisieren und verkaufen möchte, herrscht bei vielen Beschäftigten bereits seit längerer Zeit Unsicherheit über ihre berufliche Zukunft. Der neue Tarifvertrag kann deshalb als positives Signal gewertet werden, das zumindest kurzfristig für mehr Sicherheit sorgt und den Mitarbeitern eine bessere Perspektive während des laufenden Privatisierungsprozesses bietet.

