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Spielerschutz: Electronic Arts macht Zugeständnisse bei FIFA 21

Obwohl Electronic Arts alle Vorwürfe von Glücksspielkomponenten zurückweist, hat der Spielehersteller nun Funktionen zum Spieleschutz implementiert.

Vor knapp über einem Monat wurde mit FIFA 21 das neuste Spiel der beliebten Serie auf den Markt geworfen. Das jüngste Update brachte nun FIFA Playtime. Damit lassen sich Spielzeit aber auch Ausgaben kontrollieren. Zuerst wurde die Funktion für PC-Spieler bereitgestellt. Bis Anfang Dezember sollen die Optionen auf allen Plattformen erhältlich sein.

Dass FIFA Playtime an Selbstkontrollemöglichkeiten in virtuellen Casinos erinnert, kommt nicht von ungefähr. Auch der Z2t scheint nicht ganz zufällig zu sein. Erst kürzlich verlor Electronic Arts einen Prozess in den Niederlanden und ist nun gezwungen, bei den Lootboxen nachzubessern. Obendrein gab es eine Geldstrafe im siebenstelligen Bereich.

In Kanada steht die nächste Klage an. In der Provinz British Columbia hatten Spieler geklagt, dass mit den Lootboxen nichts anderes als Glücksspiel angeboten wird. Diese gibt es bei FIFA in Form von den sogenannten FUT-Packs.

In Sammelpacks sind Fußballspieler versteckt. Diese können dann von den Spielern für das FIFA Ultimate Team-Format verwendet werden. Die besten und beliebtesten Spieler sind jedoch sehr selten.

Electronic Arts vertritt bisher den Standpunkt, dass es kein Glücksspiel, sondern vielmehr ein Überraschungseffekt ist. Ähnlich wie Überraschungseier oder Sammelbildchen eben ein Spaß, der auch für Kinder geeignet ist.

Kritiker sehen jedoch eine deutliche Gefahr, dass Glücksspiel verharmlost wird. So kommt es, dass das Thema Lootboxen seit Jahren immer wieder für Schlagzeilen in den Main Stream-Medien sorgt. Die virtuellen Wundertüten gibt es in allen Formen und sind mittlerweile fester Bestandteil vieler Computerspiele.

Das Prinzip ist dabei immer ähnlich. In-Game Währung können sich Spieler ansammeln, oder aber eben mit Echtgeld kaufen. Mit den virtuellen Münzen werden dann Lootboxen erworben, um so virtuelle Gegenstände freizuschalten.

Teilweise lassen sich Gegenstände aus Lootboxen sogar Tauschen oder verkaufen. Doch auch wenn sich Inhalte aus Lootboxen nicht umtauschen lassen, haben sie einen Wert. Erst im September berichteten wir über zwei Sammelklagen in den USA. Dort gingen Playmoney-Spieler gegen Anbieter vor und bekamen am Ende Recht und umgerechnet €162 Millionen zugesprochen.


1 Kommentar
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Rockhound747
2 Monate zuvor

Wieso bekommt man bei so einer Klage 162 Millionen zugesprochen?
Was ein Unsinn, dann sind die Pokemon Booster Packs auch Glücksspiel?