Hamburg rettet Berlin
Niemand zweifelt daran, dass Hamburg die Pot Limit Omaha Hochburg Europas (wahrscheinlich der ganzen Welt) ist. Die Esplanade dürfte ihren PLO-Dealern ein paar Tage frei gegeben haben, weil alle Hamburger Vierkarten-Spieler in der Spielbank Berlin beim 2.000 Euro PLO Turbo 8-handed sitzen. JPJ* neben Eskimo – am Nebentisch Igor – drüben Jules, Toni und Thang – an jeder Ecke des Turniersaales dient ein freundlich geknurrtes „Moin, Moin“ der Begrüßung. Die Elbbewohner sind sich einig: ohne Hamburger kann es kein vernünftiges PLO in Berlin geben.
Tatsache ist aber auch, dass sich eine Gruppe gebildet hat, die den Hamburgern diese Vormachtstellung streitig machen will. Diese besteht unter anderem aus Benny Spindler, Thorsten Brinkmann, Jan Collado, Tsubi Manabe, Maxi Lemansky uvm.. Alle wollen sie den Hauptanteil des 87.300 Euro großen Preispools holen. Wie das Turnier zu Ende ging erfährt ihr auf Pokerfirma.com Aber: Alles andere als ein Hamburger Sieg wäre eine herbe Enttäuschung…
Liya und der arme Ivan
Gleich neben dem PLO-Event fand das Ladies-Event statt. Was viele „Regulars“ als Beschäftigungstherapie für Pokergattinnen ansehen, entwickelte sich zum Ernst zunehmenden Side-Event. Neben Jamila von Perger, Sonja Kovac und einigen anderen nicht unbekannten Spielerinnen fand auch Liya Gerasimova Motivation das 300er zu spielen. Sie ist nicht nur die Freundin von WSOP 2008 FT-Teilnehmer Ivan Demidov, sondern selbst eine WSOP FT-Spielerin. 2009 belegte sie den respektablen fünften Rang beim $5.000 NLH.
Ihr Freund Ivan gehört zu den leidgeprüftesten WSOP-Spielern aller Zeiten. 2008 hatte er in Las Vegas zwei Cashes: einmal Elfter ($1.000 NLH/$39.854), dann Zweiter ($10.000 World Championship NLH/$5.809.595) und bei der WSOP Europe in London wurde er Dritter (£10.000 World Championship NLH/$608.995). Demidov ist damit derjenige mit dem meisten WSOP-Preisgeld, ohne jemals ein Bracelet gewonnen zu haben.
Der Beifahrer
Besim Hot ist in Berlin angekommen. Dass er dies mit einem Taxi tat, ist nicht verwunderlich. Dass er aber mit dem Taxi aus Prag gekommen ist, verwundert dann doch etwas. Schlappe 300 Euro kostete die unverhandelte Fahrt – allerdings mit einem Skoda dessen Höchstgeschwindigkeit mit 120 km/h erreicht war. Besim nahm’s gelassen: „Ob ich mir den Rücken im Ferrari kaputt mache oder auf der Rückbank eines Skodas ist auch schon egal.“ Grund für den „Horrortrip“ (Originalzitat Besim H.) war, dass es nur einen Flug täglich von Prag nach Berlin gibt und das zu einer Uhrzeit, zu der ein Besim Hot sicher noch kein ein Flugzeug erreichen „kann“.
Freudentanz des Tages
Als Pieter de Korver, Sieger des Berlin-Cups, seine 145.400 Euro gewonnen hatte, drückte der sympathische Holländer seine Freude mittels eines Tanzes „ganz-für-sich-selbst“ aus. Coole Einlage Pieter – beides: der Tanz und der Turniersieg. Gratulation!
Frisur des Tages: Vladimir Geshkenbein
*das neue Pokerblatt ist im Handel erhältlich























