Kolumnen

Splitter aus Las Vegas #20

Werthan mag ja Verrückte, anders könnte er auch nicht von der Stunde null an bei der Pokerfirma sein.  Allerdings die Leute von Ultimatebet und Absolute Poker, sind noch ein wenig verrückter und deshalb mag er sie.

Die nämlich riefen vor geraumer Zeit zur „craziest Prob Bet“ auf. Zu gewinnen gab es ein Las Vegas Paket. Immerhin über 100 Videos wurden eingesandt und die Sieger setzten beim Event #54 den ersten Schritt dazu.

Mikes, alias proof1459, und Toms, alias shortstk, wetteten in ihrer „last longer“ Abmachung, dass der Verlieren zu Fuß nach Hause gehen muss. Dies kann in Vegas nach einer durchzechten Nacht schon Schwierigkeiten bedeuten. Wenn man allerdings in Carbondale wohnt und dies in Pennsylvania liegt, dann sind das um die 3327,1km (plus/minus 300km), allerdings Luftlinie. Wenn man sehr flott geht, dann schafft man sechs Kilometer in der Stunde, bei 10 Stunden pro Tag sind das 60km/pro Tag. Tom „the Loser“ benötigt, wenn er den direkten Weg nehmen würde immerhin 56 Tage dafür. Schon ein wenig „sick“ aber sympatisch.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Q6tloHLN9hA[/youtube]

Noch etwas irrer ist die Prob Bet von Greg „manimack“ und Justin „Justin74“. Der Verlierer der Last Longer muss sich nicht nur die Kartenkombination mit der er verloren hat, sondern auch noch das UB-Logo tätowieren lassen. Weiters sollte bis Dienstag eine Frau kennengelernt werden, um diese in einer Drive-in Wedding Chapel zu ehelichen. Noch „sicker“! Werthan bleibt dran, denn er möchte wirklich wissen, wie das funktionieren soll, in drei Tagen vom Kennenlernen bis zur Hochzeit – es wird selbstverständlich berichtet werden.

Das Sklaventum ist selbst im Süden von Amerika bereits abgeschafft. Eine weitere Last Longer Wette ging Leo Truche, einer der „Live the Dream“ Sieger ein. Erstens im Bademantel spielen und der Verlierer muss dem anderen eine Woche als persönlicher Assistent zur Verfügung stehen. Aber irgendwie erscheint mir diese Wette doch etwas wenig bösartig. Ein Einsatz der wirklich weh täte, wäre das Video des „dancing Babys“ an ALLE Kontakte (inkl. Steuerberater, Rechtsanwalt der Exfrau und dem Konzernchef, welcher dir zur Zeit noch Arbeit gibt) des E-Mail Accounts zu verschicken und im Betreff schreiben: „Oh Gott, das ist wohl dass süßeste, was ich jemals sah …“

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=mqLFH1CALRs[/youtube]

Wenn man in den Gängen lautes „Fuck, Fuck, Fuck“ hört und die Securities etwas nervös herum schauen, dann hat dies nicht unbedingt mit einem anbahnenden Raufhandel zu tun, sondern viel mehr mit Joe Sebok, Jeremiah Smith und Gavin Smith zu tun. Die senden täglich mit ihrem PokerRoad Radio live von der WSOP, führen Interviews oder haben einfach nur Spass, streiten über Hände oder diskutieren diese manchmal auch ernsthaft. Es gibt schon verdammt coole Jobs …


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