Las Vegas bedeutet übrigens „die Auen“, was ein wenig seltsam wirkt. Seltsam wenige deutsche Spieler sind zur Zeit hier in der Wüste und seltsame Parker und seltsame Bärte und seltsame Schläfer. Aber kein seltsamer Splitter aus Las Vegas, oder doch?
Event #13, der Limit Holden Event, wurde von vielen Deutschen mit der Begründung: „Zu langweilig“, nicht gespielt. Ein paar fanden sich dann aber doch ein. Das ein Limit Hold’em Turnier nicht nur zum Spielen, sondern auch zum Ausruhen dienen kann, zeigten Andy Bloch und sein Sitznachbar. Andy hatte zumindest eine Ausrede. Er spielte beim $10.000 Heads-up gegen Isildur1 aka Viktor Blom und er konnte immerhin 1:52 Minuten gegen ihn bestehen. Es gibt sicher günstigere Varianten sich von einer Vernichtung zu erholen. Eines kann der hoch sympatische Andy Block aber auf jeden Fall, sich auf sein vorgestern erspieltes erstes Bracelet zu freuen. Kaum zu glauben, dass er bisher noch keines ergattert hatte.
Imageberater sind welche, die sich zumeist auf dünnem Eis bewegen. Michael Keiner hatte einen und der wollte ihn ins Dschungelcamp schicken. Phil Hellmuth hat keinen. Der würde ihn aber wahrscheinlich in den Barber Shop schicken. Beide hätten etwas faslch gemacht, denn irgendwie macht der Bart Phil Hellmuth etwas erwachsener.
Das mit Aberglaube ein mächtiges Geschäft zu machen ist, zeigen hunderte von Esoterik-Shops für verzweifelte Hausfrauen und irregeleitete Pädagogen. Das mit des Pokerspielers Aberglauben auch Kohle gemacht werden kann, zeigt ein kleiner Verkaufsstand am Gang der WSOP. Dort verkauft man nämlich kleine bunte Plastikbändchen mit einem Magneten drinnen für, quasi geschenkte, 40 Dollar. Verwundern tut dies im amerkanischen aber nicht. Sahen wir doch in vielen Western, das Schweinefett vom Planwagen als Potenzmittel, Traubenzuckerkügelchen als Muskelaufbau-, und Katzenurin als Haarwuchsmittel verkauft wurde. Es wird also nur eine Tradition fortgesetzt. Manchmal sind die Amerikaner schon sehr….
Apropos Abzocke. Die Preise von Bananen sind wieder gestiegen. Vor vier Jahren kostete EINE Banane im kleinen Laden, vorne beim Eingang zur WSOP, noch schlichte drei Dollar. Für zwei Bananen bekam man einen „Mengenrabatt“, die kosteten nämlich nur noch fünf Dollar. Im Vorjahr verlangte man für ein Stück Banane dann nur noch einen Dollar. Und dieses Jahr? $1,50. Liebe WSOP, nicht alle Pokerspieler sind stinkreich.
Dealer des Tages:
Der der aussieht wie der Dalai Lama
Dümmste/r Lamboghini-FahrerIn des Tages
Dümmste Kopfbedeckung des Tages
Das Wetter in Las Vegas
Es kühlte empfindlich ab. Heute verzeichneten die Thermometer eine angenehme Höchstthemperatur von 89° F, das sind 31.666666666666668° Celsius und zirka 14° Celsius unter der Temperatur der letzten Tage.