Humor ist, wenn man trotzdem lacht; Scotty und das Bier; doch kein Obdachloser auf der WSOP; Schachspielen als Ausgleich, wenn’s mal nicht so läuft und ein Tipp für Autogrammjäger. Viel Spass mit den Splittern aus Las Vegas.
Galgenhumor
Kathy Liebert gehört zu den anerkanntesten Spielerinnen unter den amerikanischen Pokerprofis und sie ist es nicht nur, weil sie sehr erfolgreich ist, sondern auch, weil sie irrsinnig freundlich, charmant bescheiden und sehr sehr lustig ist, mit einem erfrischenden, unamerikanischen Galgenhumor, wie ihr T-Shirt es beweist.
Scotty und das Bier
Es gibt noch immer europäische Stimmen, die behaupten, dass amerikanisches Bier ungenießbar sei. Dies stimmt so nicht ganz. Es gibt durchaus kleinere amerikanische Brauereien, welche ausgezeichnete Biere brauen. Das dachte sich auch Scotty Nguyen und stellte sich in immer kürzer werdenden Intervallen ein Bier auf den Pokertisch.
Letztes Jahr auf der WSOP passierte es einige Male, dass „The Prince of Poker“ leicht durch Alkohol beschädigt über den Pokertisch maulte: „You call, gonna be all over, baby“. Und er hatte recht.
Einen Apfel und ein Ei
Auf den Gängen der WSOP schlurft manchmal ein kleiner Mann mit völlig zerzaustem Haar herum, klammert sich an einen Starbucks-Becher und sieht immer etwas verschreckt aus. Manche sagen auch, er sehe etwas irre aus. Wenn einer sagen würde, dass er ein Obdachloser wäre, würde man ihm Glauben schenken. Dieser kleine Mann heißt Mickey Appleman, gehört zu den High Rollern in Las Vegas, hat fünf Bracelets gewonnen, 36 Cashes auf der WSOP und seine Bankroll ist fett. Marcel Luske erzählte, dass Appleman mal im Morgengrauen aus dem Bellagio’s kam, nachdem er etwa 60.000 Dollar beim Cash Game gewonnen hatte und die sich in Bargeld auszahlen ließ. Als er an einer Fußgängerampel am Strip stand und wartete, dass es weiß (hier zeigt man ein weißes Ampelmännchen für „gehen“) werde, steckte ihm ein junger Mann einen Dollar zu und ging weiter. Mickey wirkt immer sehr verschlosssen, wenn man mit ihm aber ins Gespräch kommt, ist er ein sehr freundlicher Gentleman. Man soll nicht immer vom Äußeren auf Menschen schließen.
So nebenbei…
Was machen russische Pokerspieler, wenn es beim Pokern nicht so gut läuft? Sie nehmen sich ein Schachbrett, setzen sich ins Kaffeehaus (Starbucks) und spielen um 1.000 Dollar pro Partie.
Kaffee-Abo
Apropos Starbucks (zweimal noch Starbucks in die Splitter einbauen und ich bekomme einen Kaffee gratis). Als Autogrammjäger sollte man sich einfach zu Starbucks setzen und warten, denn die ganzen Stars der WSOP kommen hier vorbei um sich mit Coffein zu pushen, auch ein sonnenbrillenloser ElkY.