Kolumnen

Sucht sucht Glück und mein Horoskop

5

Definitiv nicht dem geneigten und sachlich und fachlich interessierten Leser vorenthalten werden darf die Arzt-Kolumne aus der Fernsehzeitung Prisma mit dem Titel „Viel Sucht, kein Glück“, geschrieben von Dr. Wolfgang Oestreich:

Der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski setzte dem berühmtesten Suchtkranken in seinem biographisch geprägten Roman „Der Spieler“ (1866) ein Denkmal. Die meisten Glückspielsüchtigen hierzulande leben hingegen im Verborgenen, nur wenige der 300.000 Betroffenen nehmen medizinische Hilfe in Anspruch. Spielsucht bestimmt die ganze Lebensführung und führt meist zum persönlichen Ruin. Lange wurde darüber gestritten, ob die Glückspielsucht eine behandlungsfähige Krankheit ist. Heutzutage lässt sich diese Frage bejahen. Moderne bildgebende Verfahren machen Veränderungen spezieller Hirnregionen unter dem Einfluss der Sucht sichtbar, so wie es auch bei der Drogensucht der Fall ist. Meist sind es zusätzliche psychische Erkrankungen, die eine Spielsucht zutage fördern. Die Betroffenen berichten über Traumatisierungen in der Kindheit, über persönliche Vernachlässigung, körperliche Gewalt oder lebensgefährliche Unfälle. Spielsuchtgefährdete weisen oft Begleitbeschwerden von Stoffwechsel, Verdauung, vom Bewegungsapparat, Kreislauf- und Atmungssystemen auf. Auch Depressionen und Ängste kommen vor. Etwa 30 Prozent der Suchtkranken berichten über Suizidgedanken, 80 Prozent sind Raucher. Das Glückspiel bewirkt eine vorübergehende Ablenkung und Linderung der psychischen Belastung. Angehörige, Bekannte oder der Arzt sollten sich bemühen, die Anzeichen der Sucht frühzeitig zu erkennen: Scheiternde Versuche, das Spielen zu beenden, äußern sich oft in Ruhelosigkeit, Gereiztheit und Ängstlichkeit. Zu den Alarmzeichen gehört auch das Bemühen des Süchtigen, das Spielen gegenüber Familie und Freunden zu verbergen.
Die Therapie zielt auf die Stärkung des Willens, den Spieldrang zu beherrschen. Dazu gehört auch das mentale Training, den vom Spielen erwarteten Gewinn als unwichtig fürs Leben zu bewerten.
Angesicht der vielfältigen Möglichkeiten zum Glückspiel in Spielhallen, im Internet und in Casinos ist ein Ausbau professioneller Hilfsangebote dringend nötig.

Passend zu dieser medizinischen Dokumentation auch mein Horoskop, direkt darunter zu finden:

Warum bleibt am Ende des Geldes soviel Monat übrig? Gehen Sie auf Sparkus und überlegen sich jeden Schritt gut!

arzt

5 KOMMENTARE

  1. Spielsucht ist durchaus ein ernstes Thema und wird in der Pokergemeinde auch als Grenze von Spass und Unterhaltung zu finanzieller Selbstzerstörung bewertet. Ich hoffe Udo das du damit auch mit gewissem Ernst umgehst und dich hier nicht über Leute lustig machst die zu viel Geld beim Pokern verloren haben. Von den Pro.s hört man auch wie sie ein oder zwei Millionen Schulden durch Poker haben.
    Das ist ein Thema was ruhig öfter mal auf einer Pokerseite zur Diskusion gestellt werden kann. Es gibt auch im Internet Tests ob man Spielsuchtgefährdet ist oder schon Spielsüchtig. Sollte man ruhig mal machen um zusehen ob der Zeit und Geldaufwand den man für Poker hat sich noch in normalen Größen bewegt.

  2. Vielleicht ist auch ein Zeichen das viel mehr Männer als Frauen Pokern. Man sagt wenn Männer Probleme haben (Beruf,Privat,Stress) werden sie schneller dem Glücksspiel oder Alkehol verfallen und wenn Frauen Probleme haben gehen sie zum Selenklemtner oder schoppen.

  3. Hab mir gerade den neuen Artikel Eddy Scharf antwortet auf seine Urteilsbegründung durchgelesen.
    Er schreibt das er auch schlechte Pokerjahre hatte wo er mit 100.000,- minus rauskam.
    Es ist erschreckend das es immer noch in frage gestellt wird ob Poker ein Glücksspiel ist.
    Da sich die Frage für alle Spieler die noch nicht Millionär durch Pokern geworden sind nicht stellen dürfte , beteuern die wenigen die es geschafft haben das immer eine gewaltige Portion Glück dazugehört. Das dann das Finanzamt noch ungerechterweise davon profitieren will das millionen Spieler fleißig einzahlen in Casinos , Spielbanken und Lotto ist ungeheuerlich. Es wäre eher an der Zeit in Deutschland mal ein paar Steuern abzuschaffen um das Land wieder auf den richtigen Kurs zu bringen und nicht der USA hinterher zueifern und ins große Schuldenloch zu steuern.

  4. na endlich eine Verbindung zum ES Artikel. Wobei ich mich frage, warum „wir“ damit gequält wurden. Wenn ES so im Verfahren argumentiert hat, konnte das ja nichts werden. Auch wenn ich verstehe, dass er natürlich mit allen Mittel um seine Existenz kämpft, ist das hier doch das falsche Forum.
    Der Kern, ist Poker (k)ein Glücksspiel, wurde ja gerade von S. Kalhamer beim Gartenbach (wieder einmal beantwortet. Oder auch durch die statistischen Beweise im Verfahren in Amerika. Das wir alle durch Können gewinnen und durch Pech verlieren ist auch bekannt. Und niemand wird aufhören, sollten sich die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen ändern – aber da sind wir noch Jahre von entfernt.

  5. Wenn S.Kalhamer so gut Spielen könnte wie er behauptet durch „Können“ spielen zu können währe er so reich das er sich nicht mehr damit abgeben müßte Pokerbücher zu schreiben und wenn er nur aus Geldgier Pokerbücher schreibt kann er wiederum nicht ein so guter Pokerspieler sein. Also wenn du preeflop mit AA allin bist und gewinnst ist es Können und wenn du verlierst ist es Pech. Wenn du mit 8 4 im BB checkst und der SB hat AA slow gecallt
    und das board bringt 8 4 für zwei Paar und du knackst die Asse weil gierig slow gespielt wurde ist das dann Können oder Pech oder was.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT