Kolumnen

Sudoku, Gottschalk, Geburtstag

Ich wollte ursprünglich etwas über ältere Männer schreiben, die sich dicke Autos leisten wollen. Überwiegend amerikanische Kisten. Dicke Kisten. Ein sicherlich mutiger und gewagter Plan. Vielleicht ja in der nächsten Kolumne. Oder erst im neuen Jahr.

Apropos; die Weltmeisterschaft liegt in den letzten Zügen. Und auch dieses Jahr habe ich kein Armband gewonnen. Eine schöne Tradition, die ich im nächsten Jahr fortzuführen gedenke.

Denn – der Weg ist das Ziel. Nicht das Ziel, nicht das Armband. Wer früher rausfliegt, ist früher an der Bar. Oder im Pool. So ist das mit Poker. Und mit Mikado. Und mit Sudoku.
Ja, Poker ist wie Sudoku. Nur viel geiler. Sudoku ist wie Poker. Ohne die Herz 10. Wie Spargel, nur ohne neue Kartoffeln. Wie doof, ohne dick. Ja, kein Denksport für Analphabeten. Ohne kulturpessimistische Tendenzen.

Ja, Poker ist wie Sudoku. Nur komplexer in seinen Lösungswegen und fulminanter in seiner Erscheinungsweise. Licht und Dunkel. Die ganz große Showtreppe. Der Gottschalk des Privatfernsehens. So etwas wie der Mälzer in nem Sternerestaurant. Til Schweiger mit deutlicher Aussprache. Ja, treffende Vergleiche.

Es gibt keine zwei treffenden Lösungen. Und keine ausufernden buddhistischen Weisheiten. Wer am Ende alleine am Tisch sitzt, hat alles richtig gemacht. Alles. Einfach alles; in diesem Jammertal der begrenzten Möglichkeiten, dieser Grauzone des sich Durchwurstelns. Ja, so ist das. So soll das sein, mit diesem wohl schönsten Kartenspiel aller Zeiten. Geeignet auch für Dadaisten ohne Ahnung von nix. Bettnässer und NochbeiMuttiwohner. Für Perfekte und für Autoliebhaber. Für Straßenbahnfahrer. Für uns alle. Fold. Halleluja.

Nun abschließend. Normalerweise gehört das an den Anfang dieses wieder einmal sehr kurzweiligen Textes aus meiner Feder. Nein, wir reden nicht über meine Überheblichkeit; vielmehr möchte ich auf das Allerallerherzlichste zum Geburtstag gratulieren. Ohne den Namen zu nennen, denn diese Person ist nicht nur extrem kamerascheu; vielmehr mag sie auch überhaupt keine Publicity um und über sich. Deshalb keinen Namen. Und ich verrate auch nicht, dass sie gut mit Huskys kann und ich verrate auch nicht, dass ich sie immer mit „Chefin“ anreden muss. Happy Birthday, all the best, alles Liebe. Und so weiter, Chefin.


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