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Teilnehmerschwund bei der Full Tilt Online Poker Series (FTOPS)

Die Hälfte aller Events der Full Tilt Online Poker Series (FTOPS) XII ist gespielt. Das Resümee nach 13 Events fällt für Full Tilt allerdings fatal aus. Zum Teil muss Full Tilt nämlich gewaltig drauflegen, um die Garantiesummen zu erreichen. Ist die Faszination der FTOPS vorbei?

Als vor knapp drei Jahren die ersten FTOPS ausgetragen wurde, da waren sie etwas besonderes. Es scheint fast so, als hätte sich die Turnierserie ein wenig abgenutzt. Kein Wunder aber, es sind ja auch erst drei Monate seit der letzten Series vergangen. Während PokerStars mit dem World Championship of Online Poker (WCOOP) gezielt auf die User zugeht und exakt eine Serie pro Jahr anbietet, wird man mit dem FTOPS Angebot bereits überhäuft. Und diesem Überangebot fällt auch die Besonderheit zum Opfer. Jede Woche gibt es auf den Seiten wie Full Tilt, PokerStars und PartyPoker große Turniere. Dann auch noch im drei Monatsrhythmus die FTOPS, das ist einfach zuviel. Bestätigt wird dieses Theorie auch dadurch, dass die MiniFTOPS, die kleine Serie mit nur einem Zehntel der Buy-ins, sehr gut läuft. Ein $20 Turnier, das ist nichts besonderes. Aber es macht Spaß, es mal eben so nebenher zu spielen. Bei $200 überlegt man schon einmal mehr. Und das könnte den FTOPS noch zum Verhängnis werden. Aber es sind Gedanken, die sich das Management von Full Tilt Poker und nicht die Spieler machen müssen.

Von spielerischer Seite gibt es auch einiges interessantes zu vermelden. Zum einen haben es bei den FTOPX XII schon zwei Pros geschafft, ein Event zu gewinnen, zum anderen landete Markus Golser bei seinem eigenen Event auf Rang 19.

Gavin Smith nahm unter anderem am $100 Rebuy Turnier teil. Mit 1807 Spielern konnte die Garantiesumme nicht überschritten werden und so ging es um $600.000. Auf den Sieger warteten $123.600 und Gavin Smith schaffte es tatsächlich, sich Platz 1 zu holen. Berry Johnsten gelang es, sich bei Event # 14, dem $500 H.E.R.O.S., durchzusetzen und kassierte $69.570. Als nur noch drei Spieler übrig waren, lag Berry Johnston eigentlich schon aussichtslos und abgeschlagen zurück. Doch er konnte sich zurückkämpfen und so sich so die Siegesprämie sichern.

Markus Golser war Gastgeber bei Even # 13, einem $ 300 Shorthanded No Limit Hold’em. Auch hier wurden mit 911 Teilnehmern die Garantiesumme nicht erreicht, allerdings können sich $54.000 für den Sieger auch sehen lassen. Markus Golser schaffte es nicht ganz so weit, er musste sich mit Platz 19 und $2.850 begnügen. Dennoch eine beachtliche Leistung, denn bekanntlich ist es sehr schwer, als Host und Spieler gleichzeitig zu agieren.

Dass die Mini-FTOPS für die Pros aber genauso interessant sind, zeigt Bruno Stefanelli. Er sicherte sich nämlich beim $20 No Limit Hold’em Rebuy Turnier den Sieg und damit $37.900. Insgesamt hatten 4278 Spieler bei diesem Turnier mitgemacht und so den Preispool auf $191.500 hochgeschraubt. Das ist schon gewaltig, bedenkt man, dass beim großen Turnier mit $500 Buy-in „nur“ $580.000 zusammengekommen sind.

Noch bis Sonntag gehen die FTOPS XII und Full Tilt muss darauf hoffen, dass es zum Finish mehr Teilnehmer werden. Gespannt darf man auch abwarten, wie viele Spieler es beim $2.500 No Limit Hold’em werden.

Event Datum Zeit Host Buy-in Turnier Detail Garantiert
#16 13.05. 14:00 ET Johan Storakers $200 + $16 HA (half PL Hold’em, half PL Omaha) $200.000
#17 13.05. 21:00 ET Cole South $300 + $22 NL Hold’em 6-max Rebuy $1.000.000
#18 14.05. 14:00 ET Mike McDonald $200 + $16 PL Omaha Heads Up $150.000
#19 14.05. 21:00 ET Artie Cobb $300 + $22 Razz $150.000
#20 15.05. 14:00 ET Fabrice Soulier $200 + $16 NL Hold’em $400.000
#21 15.05. 21:00 ET Eli Elezra $200 + $16 Mixed Hold’em 6-max $150.000
#22 16.05. 14:00 ET Patrik Antonius $2.500 + $120 NL Hold’em 2 Day Event $2.000.000
#23 16.05. 16:00 ET Robert Williamson III $100 + $9 PL Omaha Rebuy $350.000
#24 17.05. 14:00 ET Svetlana Gromenkova $120 + $9 NL Hold’em Knockout $1.000.000
Main Event 17.05. 18:00 ET Jennifer Harman $500 + $35 NL Hold’em $2.500.000

8 Comments
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schlaubi
11 Jahre zuvor

Blödsinn, dass Stars nur eine Serie pro Jahr macht, es wurde ja extra die SCOOP eingeführt dieses Jahr (und war ja offensichtlich auch Vorbild für die MiniFTOPS).

Carsten
11 Jahre zuvor

Na ja mit dem zuzahlen ist das so eine Sache, wenn ich sehe wieviel Qualifier gespielt werden mit horendem Rake zahlt FullTilt sicher nicht mehr viel dazu.

schlaubi
11 Jahre zuvor

Das Mini-Format hatte FTP erstmals und ich glaube auch zum bisher einzigen Mal als miniWSOP bei der WSOP 2008 – was mal reichlich unterschiedlich ist.

Und wo ist der Unterschied zwischen WCOOP und SCOOP? Anderer Name (weil Stars clever ist) und beim SCOOP gab’s kleine Events – mini also, wie jetzt bei der FTOPS =)

Ghostwriter0
11 Jahre zuvor

Die FTOPS gibts gefühlt so alle vier Wochen, kein Wunder, dass das Interesse daran so stark nachlässt…

misterfatleg
11 Jahre zuvor

Wenn FT ihre europäischen Spieler nicht so stiefmütterlich behandeln würde und ihre Startzeiten auf humane Zeiten verlegen würde, wäre das Problem nicht vorhanden. Ein Amerikaner bricht sich keinen dabei ab um 14 Uhr Ortszeit zu beginnen. Ein Europäer hat allerdings sehr wohl ein Problem damit um 0 Uhr oder um 3 Uhr morgens den PC anzuschalten. Bei PS gibt es das Problem nicht und daher laufen diese Turniere wesentlich besser. Mit dem buy-in hat das nichts zu tun, es liegt lediglich an der sturen Fixierung auf den amerikanischen Markt.

Micha
11 Jahre zuvor

@pokerfirma: Danke für den Bericht. Ich mag mich ja irren, aber bei der von Fulltilt gesponserten Pokernews-Seite „Pokerol…“ sehe ich immer nur die tollen Gewinne, und nichts negatives dieser Serie. Natürlich ist es für den Spieler gut, wenn added money drin steckt, aber als Reporter sollte man nicht käuflich sein!
Endlich mal eine Pokernews-Seite die Ihr redaktionelles Gewissen nicht verkauft, danke Pokernews.