Casinos Austria

Thomas Lamatsch: Poker ist ein großes Thema bei Casinos Austria

Seit Mitte Oktober ist Thomas Lamatsch bei Casinos Austria und natürlich gehört Poker zu seinem Aufgabengebiet. Grund genug, sich mit Thomas auf einen Kaffee zu treffen und ein wenig mit ihm über seine neue Position zu plaudern.


Pokerfirma: Ich hätte ziemlich jede Wette verloren, dass Thomas Lamatsch jemals bei Casinos Austria landet ….

Thomas Lamatsch: Ja, da wärst Du nicht die einzige. Ich gebe zu, dass es mich auch überrascht (lacht).

Pokerfirma: Was ist jetzt Deine genaue Position? Du bist ja nicht Pokermanager.

Thomas Lamatsch: Die offizielle Bezeichnung ist „Expert Events and Key Account Events“. Aber Poker ist ein großer Teil meiner Aufgabe.

Pokerfirma: Also hat sich Casinos Austria sozusagen Pokerkompetenz eingekauft. Seit mehr als 25 Jahren dreht sich Dein Leben ausschließlich um Poker. Du hast bei den CCCs angefangen, Dich dann als Consultant und Turniermanager selbstständig gemacht und hast viele Jahre auch für die EPT gearbeitet. Habe ich was vergessen?

Thomas Lamatsch: Nein, grob umschrieben sind das schon meine beruflichen Stationen.

Pokerfirma: Und irgendwie hat Corona nun dazu beigetragen, dass Du bei Casinos Austria gelandet bist.

Thomas Lamatsch: Ja, die unsichere Lage mit den Pokerevents hat mich dazu bewogen, mich als Casino Direktor für Velden zu bewerben. Daraus entstand das Interesse von Seiten Casinos Austria und hat dann im Sommer dazu geführt, dass wir geredet haben. Und seit Mitte Oktober bin ich nun offiziell im Unternehmen.

Pokerfirma: Eine komplett neue Pokerwelt für Dich.

Thomas Lamatsch: (lacht) Poker ist Poker, das ist nicht neu.

Pokerfirma: Naja, sagen wir mal – trotz den Megaevents Poker EM und CAPT haben die Pokerabteilungen von Casinos Austria nicht unbedingt den besten Ruf in der Pokercommunity. Ich habe selbst oft genug versucht, mit vielen Vorurteilen aufzuräumen, aber Casinos sind halt keine Cardrooms und gerade die Österreicher sind da schon ziemlich verwöhnt.

Thomas Lamatsch: Natürlich haben die Casinos andere Voraussetzungen als die Cardrooms. Aber der Pokerspieler neigt hier gerne auch zur Glorifizierung der „Good old times“. Poker ist ein großes Thema bei Casinos Austria. Schon jetzt gibt es in neun der zwölf Casinos ein breites Cash Game Angebot, auch Turniere werden in Bregenz, Salzburg, Seefeld, Innsbruck und natürlich auch in Baden gespielt. Die Limits fangen bei kleinen € 1/3 an und man versucht wirklich, der Pokercommunity etwas zu bieten. Die Spieler müssen halt auch über ihren Schatten springen und das Angebot annehmen und nicht in der Zeitschleife „Das ist Casinos Austria, die kennen sich eh nicht aus“ hängen bleiben. Viele erfahrene Pokercroupiers arbeiten an den Tischen und das Ambiente der Casinos kann sich bekanntlich sehen lassen. Es gibt in den Casinos unterschiedliche und großartige Aktionen, die auf die Bedürfnisse der Pokerspieler zugeschnitten sind. Natürlich gibt es höhere Limits und die High Roller sind auch gerne mal in Wien oder Velden zu Gast. Aber man muss kein High Roller sein, um bei Casinos Austria zu pokern.

Pokerfirma: Und Du sollst dabei helfen, Casinos Austria in der Pokercommunity zu etablieren.

Thomas Lamatsch: Nein, das muss ich auch gar nicht, denn ein Blick auf die Cash Game Ticker zeigt, dass die regionalen Pokermanager da schon sehr gute Arbeit leisten. Mein Job umfasst mehr „das große Ganze“. Nationale und internationale Pokerevents sind mein Fokus. Und zusätzlich mein Know-How einzubringen, um das Poker- und Eventangebot zu optimieren.

Pokerfirma: Das heißt, im Januar geht es gleich wieder nach Seefeld?

Thomas Lamatsch: Du weißt, dass ich das noch nicht verraten darf, aber bald gibt es Neuigkeiten. Versprochen.

Jürgen Smutek (win2day), Thomas Lamatsch, Jessica Teusl
Eröffnung Pokerlounge Wien 2019

Pokerfirma: Was darfst Du denn von den großen Plänen verraten?

Thomas Lamatsch: Naja, eigentlich nicht viel, auch wenn es mir schwerfällt (lacht). In der kurzen Zeit, in der ich nun bei Casinos Austria bin, konnte ich schon gute Gespräche führen und wir arbeiten an guten Events. Corona ist nach wie vor ein großes Thema. Auch wenn für 2022 viele schon wieder großzügig und mit vielen Events planen, kann man nicht mit Sicherheit sagen, dass alles wieder so einfach wird, wie man es gewohnt war. Auch das Personal ist ein Thema, das natürlich die Eventplanung beeinflusst. Wie alle Casinos sucht auch Casinos Austria Croupiers und bietet regelmäßig laufend Kurse an.

Pokerfirma. Aber die Poker-Community darf sich darauf freuen, dass Poker bei Casino Austria einen höheren Stellenwert bekommt.

Thomas Lamatsch: Das auf jeden Fall. Wir werden eng mit win2day zusammenarbeiten, auch internationale Partnerschaften sind im Gespräch. Auch wenn ich nicht viel verraten darf – Poker ist definitiv ein großes Thema und da ziehen aktuell alle Casinos mit. Im Casino Innsbruck gibt es von 4. bis 6. November auch die ersten Cash Game Days und das ist nur der Anfang von vielen weiteren kleineren und größeren Veranstaltungen.

Pokerfirma: Du schwärmst ja – wie viele andere auch – von der EPT Wien in der Hofburg. Das war schon ein besonderes Event, aber denkst Du, dass so etwas überhaupt noch möglich ist? Die Pokerwelt hat sich seither doch gewaltig verändert.

Thomas Lamatsch: Die EPT in der Hofburg, das war schon ganz großes Kino und ich bin auch stolz, dass ich im Team war und bei diesem Event mitwirken konnte. Aber es war eben auch etwas ganz Spezielles, das man nicht als Maßstab heranziehen sollte. Casinos Austria hat vor allem mit der Poker EM im Casino Velden ein großartiges Event auf internationalem Niveau, auch die CAPT Seefeld hat jedes Jahr hunderte Spieler in die Tiroler Berge gelockt. Natürlich hat man keine 100 Tische zur Verfügung, aber die braucht man auch nicht. Die Casinos haben ihren Charme und ihre Vorzüge und das möchte ich bei den Events dann auch ganz bewusst hervorheben und nutzen.

Pokerfirma: Dann wünsche ich Dir auf jeden Fall viel Erfolg im neuen Job, wir werden uns dann ja (noch) öfter sehen.

Thomas Lamatsch: Danke, und ja, wir werden uns mit Sicherheit öfter sehen. Und ich freue mich auch darauf, viele Spieler bei den Events der Casinos Austria 2022 begrüßen zu dürfen.


6 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
BugoHoss
29 Tage zuvor

sehr schlecht recherchiert… Lamatsch war bereits in den frühen 90-er jahren bei Casinos Austria… dann wechselte er nach Simmering ins CCC.

BogusHoss
28 Tage zuvor
Reply to  BugoHoss

war das nicht Kremser?

BugoHoss
28 Tage zuvor
Reply to  BogusHoss

der auch… aber es gab mehrere casag mitarbeiter die damals ins CCC gewechselt haben.

Anonym
25 Tage zuvor

Ich glaube nicht, dass alle an den Good Old times hängen. Vieles hat bestimmt damit zu tun, dass bei der CASAG nur höhere Limits geboten werden. Wie im Bericht angeführt starten die Spiele „bereits“ bei 1/3. Im CCC war Start bei 1/1 und der meiste Betrieb bei 1/2.
In Wien läuft momentan nur 2/5 und das am größten Standort/mit den meisten potenziellen Publikum. Für Hobbyspieler ein nicht spielbares Limit. Hoffentlich passt die CASAG das Spielangebot noch an. LG

kurti
24 Tage zuvor
Reply to  Anonym

Keiner hängt an den alten Zeiten, nur die Casag.
Alle wollen ein gutes 1-2 Angebot in Österreich. Nicht in Bratislava oder Tschechien, nicht online und schon gar nicht im Hinterzimmer!
Was soll ein neuer Poker Chef denn in dem Verein bewirken, der ohnehin kein Poker will?
Vielleicht kommt die Casag endlich in der Realität an und bietet als nun Defacto-Monopolist das Angebot, welches Jahrzehnte in Österreich bestanden hat. Traurig, dieser Staat…

kissbert
22 Tage zuvor
Reply to  kurti

das klingt schon fast nach dem kurti aus vergangen neustadt zeiten 😀 😀

Aber ganz im Ernst, Poker hat ja sowieso schon längst seine Zeit hinter sich. Die Leute haben sowieso noch weniger Kohle als sie es vor Jahren hatten.
Ich finde es schade um Simmering, neustadt … aber wie wir alle wissen hat vieles ein Ende und so ist es auch mit den Cardrooms.

Viel Glück vielleicht bekommst auch einen guten Vorstand der toll ist 😀