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Tim Pool verliert $7.100 bei Live-Poker-Debüt im Lodge Card Club Texas

Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt in einer größeren Pokerrunde hat der bekannte politische Kommentator Tim Pool einen ernüchternden Einstand erlebt. Der US-amerikanische Podcaster nahm an einem livestream-gezeigten $5/$10 No-Limit Hold’em Cash Game im The Lodge Card Club in Texas teil und verließ den Tisch nach vier Stunden mit einem Verlust von 7.100 US-Dollar.

Die Runde war Teil des „Heart Attack Poker“-Events, das von ClubWPT Gold organisiert wurde. Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Spiel, da die Herzfrequenzen der Teilnehmer während der Session überwacht wurden – eine zusätzliche Herausforderung, die insbesondere bei spannenden Situationen für Unterhaltung sorgte.

Tim Pool tritt beim Livestream im Lodge Card Club gegen Profis wie Doug Polk an

Harte Konkurrenz und teure Konfrontationen

Tim Pool, der unter anderem die Sendung „Timcast IRL“ moderiert und über eine beträchtliche Online-Reichweite verfügt, saß dabei einigen sehr erfahrenen Spielern gegenüber. Unter anderem nahmen Heads-Up-Spezialist Doug Polk, Las-Vegas-Profi Hayley Hanna, Barstool-Sports-Vertreter Ben Mintz sowie die Content Creator Nikki Limo und Caitlin Comeskey – letztere auch PokerStars-Botschafterin – an dem Spiel teil.

Pool zeigte sich von Beginn an engagiert und aktiv am Tisch. Dies unterstreicht ein hoher VPIP-Wert (Voluntarily Put Money In Pot) von 48 Prozent, was nur knapp unter dem von Doug Polk lag, der mit 49 Prozent die Führung übernahm. Damit spielte Pool fast jede zweite Hand mit, wusste aber in kritischen Situationen kein Glück zu erzwingen.

Eine der entscheidenden Szenen ereignete sich bereits innerhalb der ersten Spielstunde. Pool ging mit Pocket Queens All-In – sein Einsatz belief sich auf 3.185 Dollar –, wurde jedoch von Romulo Dorea, einem Botschafter von ClubWPT Gold, mit Pocket Aces gecallt. Die beiden einigten sich darauf, das Board zweimal zu laufen, doch beide Boards gingen an Dorea. Pool verlor den $7.715-Pot und war damit früh im Minus.

Nur wenig später stellte er sich erneut auf einen riskanten All-In-Call ein. Mit A♠10♦ callte er ein All-In von Mintz auf einem A♣9♣5♠-Flop. Zuvor brachte er durch eine spontane Fitness-Einlage – er machte mehrere Hampelmänner – sein Herz zum schnellsten Puls am Tisch, ein kurioser Moment in der Übertragung. Die Spieler ließen auch hier das Board zweimal laufen, doch erneut ging Pool leer aus.

Ein letztes missglücktes All-In folgte wenig später mit 7♥2♥ gegen Doug Polk, der A♦Q♠ hielt. Weder Flop, Turn noch River brachten Hilfe für Pool, was ihm eine weitere deutliche Niederlage bescherte.

Schlussbilanz: Viel Einsatz, wenig Ertrag

Nach Ablauf der vierstündigen Session stand Pool mit einem Verlust von 7.100 Dollar da. Damit war er der zweitschlechteste Gewinner des Abends, lediglich Roger Nahum verlor noch mehr mit einem Minus von 12.600 Dollar. Auch Doug Polk beendete die Runde im Minus mit 5.000 Dollar Verlust.

Die größte Gewinnerin des Abends war Hayley Hanna. Sie sicherte sich letztlich ein Plus von 18.670 Dollar, wozu unter anderem ein auffälliger Pot-Gewinn von 27.500 Dollar beitrug. Dafür wurde sie mit einer Trophäe für den besten Gesamtgewinn des Abends ausgezeichnet.

Die Partie diente auch als Auftakt zum ersten World Poker Tour (WPT) Prime Championship Event auf texanischem Boden. Das Turnier, das im The Lodge Card Club stattfand, trägt ein Buy-in von 1.100 Dollar und bietet einen Preispool in Höhe von einer Million US-Dollar.

Trotz der Verluste dürfte der Auftritt bei Poker at the Lodge für Tim Pool ein denkwürdiger Schritt von der Politik in die Pokerszene gewesen sein – und möglicherweise nicht der letzte.

Rene Müller

René ist gelernter Bankkaufmann, hat aber sofort nach seiner Ausbildung seine Karriere als freier Journalist bei einer großen, deutschen Zeitung begonnen. Später betrieb René in seiner Wahlheimat Tschechien mehrere Wettannahmestellen für Sportwetten und eigene Spielotheken. Seit 2013 arbeitet René als Glücksspiel-Redakteur. Er bringt umfangreiches Spielwissen und die schnelle journalistische Feder mit. In unserer Redaktion kann René als Oldie angesehen werden. Veraltet sind sein Texte aber nicht. Im Gegenteil, sie stehen für jahrelange Erfahrung im Online Glücksspiel.

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