- Executive Order 14159: Verpflichtet ausländische Besucher ab 14 Jahren zur Registrierung und Fingerabdrucknahme, wenn sie länger als 30 Tage in den USA bleiben.
- WSOP-Teilnehmer betroffen: Auch WSOP-Spieler, die den gesamten Sommer in Las Vegas verbringen, müssen die neuen Auflagen erfüllen.
- Rechtliche Folgen: Wer sich nicht registriert, riskiert zivil- und strafrechtliche Konsequenzen.
Seit der Rückkehr von Donald Trump ins Präsidentenamt am 20. Januar 2025 gilt in den USA eine neue Executive Order mit dem Titel „Protecting the American People Against Invasion“. Trump griff die Einwanderungspolitik seines Vorgängers Joe Biden generell scharf an. Er sprach von einer „beispiellosen Flut illegaler Einwanderung“, die unter Biden gefördert worden sei.

Zwar richtet sich die Maßnahme vorrangig gegen illegale Einwanderung, doch auch ausländische Besucher, die länger als 30 Tage im Land bleiben – wie viele internationale Teilnehmer der diesjährigen World Series of Poker (WSOP) –, müssen sich laut Gesetz registrieren lassen und Fingerabdrücke abgeben. Andernfalls drohen zivil- und strafrechtliche Konsequenzen.
Konkret verlangt der bereits bestehende Immigration and Nationality Act (INA), dass Ausländer ab 14 Jahren, die sich länger als 30 Tage in den Vereinigten Staaten aufhalten und beim Visumantrag nicht erfasst wurden, ein Registrierungsformular (G-2354R) ausfüllen und ihre biometrischen Daten übermitteln. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, riskiert Strafen.
Poker-Community reagiert mit Vorsicht
Die WSOP 2025 startet am 27. Mai und endet mit dem Finaltag des Main Events am 16. Juli. Damit werden viele internationale Spieler automatisch die 30-Tage-Grenze überschreiten – etwa Cash-Game-Spezialisten, die den gesamten Sommer in Las Vegas verbringen.
In den vergangenen Jahren kam es zwar kaum zu Problemen an der Grenze, doch mit dem erneuten Einzug Trumps ins Weiße Haus herrscht in der Szene Unsicherheit. Einige Profis und Vielreisende haben den bürokratischen Prozess bereits durchlaufen und kennen die Vorschriften. Für andere stellt die Neuerung jedoch ein potenzielles Risiko dar – hauptsächlich für Spieler, die eher kurzfristig planen oder sich über Details der neuen Regelung nicht im Klaren sind.
Besucherzahlen in Las Vegas leicht rückläufig
Ob die neue Maßnahme letztlich spürbare Auswirkungen auf die Besucherzahlen der WSOP haben wird, bleibt abzuwarten. Erste Indikatoren deuten auf ein gemischtes Bild hin: Während laut Las Vegas Convention and Visitors Authority (LVCVA) im März 2025 rund 8 % weniger Touristen in der Stadt registriert wurden als im Vorjahresmonat, blieb der internationale Reiseverkehr stabil.
Steve Hill, CEO der LVCVA, warnte jedoch vor voreiligen Schlüssen: „Wir beobachten aktuell lediglich einen konjunkturell bedingten Rückgang, wie er früher regelmäßig vorkam. Es gibt keine Anzeichen für eine Krise wie während COVID oder der Großen Rezession.“ Die Hoffnung auf ein starkes Pokerjahr lebt also weiter.
Ausländische Spieler, die länger als einen Monat in den USA bleiben wollen, sollten sich jedenfalls rechtzeitig informieren und registrieren – wer unvorbereitet ist, könnte unangenehme Überraschungen erleben.