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Online Poker UK: Internetfilter sollen Kinder schützen

Das Vereinigte Königreich ist einer der wichtigsten Märkte für Online Casinos und Online Poker. Für manche Politiker ist der Markt sogar etwas zu wichtig. Nachdem David Cameron schon vor Jahren besseren Schutz forderte, haben nun erste Provider ausgewählte Glücksspielportale per Filter gesperrt.

Poker- und Glücksspielgegner pochen immer wieder darauf, dass man die Kinder vor Inhalten für Erwachsene schützen muss. So auch David Cameron, der im Sommer 2013 forderte, dass nicht nur Pornoseiten, sondern auch Gambling Websites von Grund auf im Internet gesperrt werden sollen.

Mit Sky hat vergangene Woche einer der vier großen Internet Service Provider (ISP) reagiert und angefangen, Online Casinos und Poker Rooms auf eine Liste von Websites zu setzen, die blockiert werden. User, die keinen ‚Schutz‘ wollen, können den Filter online ohne viel Aufwand ausschalten. Mit TalkTalk hat kurz drauf ein weiterer ISP reagiert und ähnliche Maßnahmen ergriffen.

Sowohl TalkTalk als auch Sky wollen bis Ende Januar die Filter auf den neusten Stand gebracht haben. British Telecom (BT) will zunächst die Kunden befragen, was diese fordern. Einen Filter von Haus aus oder einen Filter auf Wunsch. Letzteres hat Virgin Media angekündigt. So sollen Kunden, die beispielsweise Sorge haben, dass ihr Kind heimlich Poker spielt, solche Seiten sperren können.

Die Filter sind allerdings nicht unumstritten, denn neben einer Art ‚Black List‘ werden auch Websites aufgrund von Keywords gesperrt. Beispielsweise Websites mit Ortsnamen wie Essex oder Sussex in der Adresse. Sehr zum Ärgernis von Nutzern.

Die Open Rights Group, eine Organisation, die sich für „digitale Freiheit“ einsetzt, gibt an, dass nicht ausgereifte Filtersystem sogar 54 eingetragene Wohltätigkeitsorganisationen ohne Grund sperren. Vicki Shotbolt, CEO des Projektes ParentZone, nennt Filter „die beste Ausrede“, um sich um seine Familie kümmern zu müssen.


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