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USA: Playmoney-Spieler erhalten $193 Millionen

In drei Fällen einigten sich Spieler mit App-Herstellern auf einen Deal. Churchill Downs, Aristocrat Technologies und Playtika müssen tief in die Tasche greifen.

Während der Echtgeld-Glücksspielmarkt streng reguliert ist, so gibt es im Bereich der Spielgeld-Apps kaum Auflagen. Dementsprechend gibt es immer wieder Fälle, in denen Spieler große Summen verlieren.

Im US-Bundesstaat Washington zogen mehrere Playmoney-Spieler vor Gericht. In zwei Sammelklagen wurde gegen Churchill Downs und Aristocrat Technologies vorgegangen. Den Stein ins Rollen brachte Cheryl Kater und Manasa Thimmegowda, die im Big Fish Casino jeweils mehrere Tausend Dollar verspielten.

Alle Parteien einigten sich im Mai auf einen Deal. Churchill Downs Incorporated (CDI), die ehemalige Mutterfirma von Big Fish Games (BFG), und Aristocrat Technologies, die BFG 2018 übernahmen, zahlen $124 Millionen beziehungsweise $31 Millionen.

Der dritte Rechtsstreit wurde diesen Montag per Einigung beendet. Richter Ronald Leighton genehmigte den Deal zwischen Klägern und Caesars Entertainment und Playtika. Spielehersteller Playtika wird $38 Millionen zahlen.

Wie Alex Weldon für Online Poker Report berichtet, wollen sich die App-Entwickler nun vor weiteren Klagen schützen. Spieler sollen ohne Auflagen immer wieder neue Spielgeldchips kostenlos anfordern können und obendrein werden optionale Selbstsperre implementiert.

Dass die Klagen im US-Bundesstaat Washington eingereicht wurden, kommt nicht von ungefähr. Dort definieren die Glücksspielgesetze Einsätze als „Dinge von Wert“. Darunter fallen eben auch virtuelle Gegenstände.

Auch wenn nicht zu erwarten ist, dass sich die Industrie drastisch ändert, so gibt es immer mehr Bemühungen, die Hersteller in die Schranken zu weisen. Neben Social Gaming Apps sind mittlerweile auch Video Games beziehungsweise Loot Boxen im Visier der Politiker.


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