Kolumnen

Vom vermissten Bernd Rygol und fast missglückten Brillenkäufen

Was wäre das EPT Snowfest ohne Hermann Pascha? Eine Show ohne Hauptdarsteller. Was wäre Poker ohne schöner Frauen? Es wäre einfach nur Poker. Aber vor allem was wäre es ohne der Geschichten?

Gestern warf Hermann Pascha den Danzer George hochkantig aus dem Turnier. Nach einer kurzen Verschnaufpause seitens Georges in der er die Ausstrahlung einer Boden-Boden Rakete kurz vor dem Einschlagen hatte, standen die beiden, nämlich Pascha und Danzer in trauter Dreisamkeit mit Joram Voelklein in der Lobby des Alpine Palace und lachten so, als ob sie gerade von einem Skiausflug zurück gekommen wären. Freundschaft steht also doch über dem Pokerverlustschmerz.

War doch Pascha gestern kurz vor dem Ende von Tag 1b Phasenweise Chipleader, so begann er Tag 2 als einer derer mit eher kleinerem Stack. Jeder der Herrn Pascha jemals spielen sah, weiß, daß es für ihn in so einer Situation nur einen einzigen Move geben kann und so war es dann auch. Es wäre aber nicht Hermann, wenn er nicht selbst aus dieser „Notsituation“ eine Show machen würde. Sehr zur Verwirrung der internationalen Presse und zum Amüsement der Spieler sprang Hermann bei jedem All-In auf und rief seine Annoncierung so laut, dass es selbst Thomas Kremser es noch hören konnte.

Thomas Kremser war nämlich zu diesem Zeitpunkt auf der Piste um der Kunst des Skilaufes zu fröhnen. Um aber trotzdem zu Tag zwei sein gewohntes „Shuffle up and Deal“ verlautbaren zu können, bediente er sich einer Videobotschaft, welche pünktlich zu Beginn um 14 Uhr eingespielt wurde.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=URt5twCNbX8[/youtube]

Auch Sandra Naujoks genoß den Tag im Schnee. Ganz im weißen Skianzug, mit roten Streifen, welche vielleicht wirklich zufällig im selben Rot wie von Pokerstars sind. Begleitet wurde sie von Michael Keiner. Obwohl sie anfangs etwas verloren in der Lobby saß, zumal ihr liebster Skipartner, Markus Golser, der als einer der besten Skifahrer im Pokerzirkus gilt, zum Leidwesen von Sandra noch am Turniergeschehen teilnahm. Schliesslich fand sich Michael Keiner als adäquarter Ersatz. Die Frage, wer von beiden der bessere Skifahrer ist, wurde aus Rücksicht auf Michael nicht gestellt. Denn so offensichtlich war der 40 jährige Skifahr-Vorsprung von Michael in keiner Weise.

Pokerspieler belohnen sich nach dem Ausscheiden mit einer kleinen Aufmerksamkeit für sich selbst. So auch Markus Golser, welcher Sandra von der Talstation abholte und sie in ein Brillengeschäft nach Saalbach „entführte“ zum Ray Ban shoppen. Vielleicht busteten die beiden deshalb so früh, weil sie eben keine trugen. Bei der Auswahl der Brillen kam es aber offen sichtlich noch zu ein paar Fehlgriffen.

Für die Ausgeschiedenen gibt es ein sehr charmantes Rahmenprogramm. Heute bot sich die Möglichkeit eines Dreikampfes, welcher aus Rodeln, Nagel-in-ein-Holz-hämmern (wie nennt man diese Tätigkeit eigentlich?) sowie Schnaps trinken bestand. Wenig verwunderlich, dass Bernd Rygol diesen Wettbewerb knapp vor unserem Kolumnisten Christoph Haller gewann.

Bernd Rygol wurde aber nach seinem bisher einzigen Sieg bei dieser EPT nicht mehr gesichtet. Gerüchten nach feiert er seit Stunden im Goasstall, was anscheinend die Nummer eins in Sachen Apres-Rodeln darstellt. Wir möchten festhalten, dass dies ein Symbolfilm ist und Bernd auf diesem Video nicht zu finden ist.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=11NPK7o7uxU[/youtube]


4 Comments
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bernd
10 Jahre zuvor

vielen dank ,Rosi

Samener
10 Jahre zuvor

„Nagel-in-ein-Holz-hämmern (wie nennt man diese Tätigkeit eigentlich?)“

Genau so nennt man das, oder nageln

Robert rygol | Tresencuerados
8 Jahre zuvor

[…] Vom vermissten Bernd Rygol und fast missglückten Brillenkäufen … […]