Kolumnen

Werthans Stories of Poker Vol 10

Mit dem Spielzeug zur WSOP – Modische Sensation beim Event 42 – die Weisen erlangen Ehre, die Toren aber häufen Schande auf sich an, wenn sie einen Film nicht gesehen haben – mönchlicher Beistand und keine Kunst.

Der kleine Joe zieht sich seine Sportkleidung an, schnappt sich sein Skateboard und geht spielen. Dies wäre für einen 25jährigen völlig normal, wenn der Bub nicht Poker spielen würde. Joseph Serock spielt seit vier Jahren und hat bisher $1.808.862 bei Turnieren verdient. Auf wenn er ein $10.000 Buy-in Event spielt, ein Kind bleibt er ja trotzdem noch – irgendwie – zumindest solange er mit dem Board zur WSOP fährt.

An den finanziellen Möglichkeiten wird es wohl nicht liegen. In den letzten zwei Jahren gewann er immerhin $1.387.153 und zuletzt die WPT Wien. Dmitry Gromov wurde in den letzten Monaten (!!) immer mit ein und derselben Ed Hardy Jacke gesehen und die Variante Glücksjacke ist nur bis zu einem gewissen Grad olfaktorisch vertretbar. Doch heute ereignete sich eine kleine Sensation: Gromov wurde mit einer neuen Jacke gesehen! – allerdings war dies nur ein Werbegeschenk. Vielleicht merkte er, dass Ed Hardy richtig „yesteryear“ ist. Waren an den Tischen in den letzten Jahren Sonnenbrillen deshalb notwendig, weil jeder einen unerträglich bunten und mit Glitzersteinchen besetzten Hoody trug, so ist der Saal der WSOP jetzt Ed Hardy frei. Gromov war der letzte Jünger von Christian Audigier – Danke.

Fabrice Soulier ist nicht nur einer aus dem Team Everest-Poker sondern auch einer der Hauptprotagonisten der unglaublich gut gemachten Dokumentation „That’s poker… Dans la peau d’un joueur“ (In der Haut eines Spielers) aus dem Jahr 2007. Eine Dokumentation ohne anzuprangern oder zu urteilen, sie zeigt die Höhen und Tiefen einer Pokerkarriere. Neben Fabrice werden noch Joe Hachem, Isabelle Mercier, und Luca Pagano zu ihren Empfinden und Gedanken zum Thema Poker begleitet.
Eben jener Fabrice gewann den HORSE-Event und die Halle bebte, als sein Sieg fest stand. Woher plötzlich die ganzen Franzosen kamen, bleibt ein unerklärliches Phänomen. Fast eine halbe Stunde lang skandierten sie ihren Sieger und jeder einzelne (auch Spieler) freute sich von Herzen über den Sieg des Avignoners. Wir auch. Chapeau!
PS: Fabrice Soulier und Claire Renaut gehören sicher zu den coolsten aller Pokerpärchen.

Wenn man die Spät-Registrierung in Anspruch nimmt, so darf man nur zu jeder vollen Stunde ins Turnier einsteigen. Die meisten Spieler stehen irgendwo draußen herum, rauchen eine Zigarette oder sehen anderen beim Zigaretten rauchen zu. Andy „The Monk“ Black setzt sich lieber zu einem Buddy und sieht ihm beim Spielen zu. Auch eine Variante, allerdings eine sehr sympathische.

Kunst des Tages

Der Blick des Spielers nach dem Verlust eines großen Cash Game Pots


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