Sascha Wilhelm siegt im PLO-Event der WSOPE und holt zweites Bracelet

  • Spektakulärer Cooler: Wilhelm trifft Quads gegen ein Full House und übernimmt die Führung.
  • Emotionales Comeback: Nach Rückschlägen im Heads-up kämpft sich Wilhelm eindrucksvoll zurück.
  • Zweites WSOP-Bracelet: Der Deutsche triumphiert erneut im Pot-Limit Omaha und holt 148.600 €.

Im tschechischen King’s Resort von Rozvadov hat Sascha Wilhelm sein zweites Bracelet bei der World Series of Poker Europe gewonnen. Der Deutsche setzte sich im Event #3: 1.000 € Pot-Limit Omaha 8-Max gegen ein starkes Feld mit 811 Teilnehmern durch und kassierte dafür 148.600 €. 

Sascha WIlhelm nach seinem Sieg in Rozvadov
Sascha Wilhelm nach seinem Sieg in Rozvadov.

 

Der Turnierverlauf glich einer Achterbahnfahrt mit Höhenflügen, Rückschlägen und einem Finale gegen den Dänen Daniel Bang-Ortmann, das erst nach einem packenden Schlagabtausch entschieden wurde.

Dominanz am Finaltisch mit Quads und Coolern

Schon zu Beginn des letzten Spieltages machte Wilhelm deutlich, dass er den Titel wollte. Nach einem frühen Knockout gegen Georgios Koliofotis sicherte er sich eine massive Führung durch einen eiskalten Cooler: Auf einem Board mit 7♠️ 7♦️ K♣️ K♠️ 4♣️ traf Wilhelm Quads, während Javier Francort mit einem Full House (K♣️ K♠️ 7♠️ 7♦️) vermeintlich stark dastand. Ein Wendepunkt im Turnier.

Danach eliminierte der spätere Sieger unter anderem Rifat Palevic mit einer besseren Straße und Tobias Peters, dessen Asse auf dem River gegen Wilhelms Straight chancenlos waren. Zwar verlor Wilhelm zwischenzeitlich größere Pots, etwa gegen Ortmanns Asse oder eine von Filippo Ragone getroffene Flush-Kombo, doch sein Stack blieb stets gefährlich groß. Nachdem Ragone im Three-Handed-Play mit einem Flush gegen Wilhelm ausschied, ging es ins finale Duell.

Showdown auf Augenhöhe

Im Heads-up setzte Wilhelm zunächst auf pure Aggression und baute seine Führung aus. Bang-Ortmann ließ sich dennoch nicht abschütteln, riverte mehrmals Full Houses und übernahm zwischenzeitlich die Führung. 

Doch Wilhelm schlug zurück: Auf einem Board mit A♥️ Q♣️ 3♠️ J♥️ J♦️ callte er ein All-In mit Q♠️ Q♦️ und verwandelte sein Set in ein Full House. Der Däne hatte zwar mit K♥️ 10♥️ die Nut-Flush-Draws, doch der River ließ ihn leer ausgehen.

Zwar verdoppelte Bang-Ortmann danach noch zweimal, doch beim dritten Versuch war Schluss. Wilhelm traf ein Set Damen, das gegen einen offenen Straight Draw stand und letztlich auch standhielt. Damit sicherte sich der Deutsche sein zweites Bracelet.

Platz Spieler Nationalität Preisgeld (US-$) Preisgeld (€)
1 Sascha Wilhelm Deutschland 173.862 US-$ 148.600 €
2 Daniel Ortmann Dänemark 115.830 US-$ 99.000 €
3 Filippo Ragone Italien 79.677 US-$ 68.100 €
4 Vitaliy Kryza Ukraine 55.809 US-$ 47.700 €
5 Tobias Peters Niederlande 39.839 US-$ 34.050 €
6 Rifat Palevic Schweden 28.958 US-$ 24.750 €
7 Javier Francort Niederlande 21.470 US-$ 18.350 €
8 Salih Atac Schweiz 16.205 US-$ 13.850 €
9 Pablo Heredia Österreich 12.470 US-$ 10.700 €

    Yannick Schroth

    Yannick findet man immer dort, wo das WLAN stabil ist und Poker gespielt wird. Als digitaler Nomade schreibt er seit Jahren über das, was ihn wirklich packt: spannende Hände, emotionale Showdowns und die Menschen hinter den Chips. Während des Studiums machte er sich selbständig, um seine Reisen mit dem Schreiben zu finanzieren, blieb dann aber zumindest journalistisch am Pokertisch hängen. Heute liefert er Hintergrundberichte, News und Momentaufnahmen aus der Szene.

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