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World Poker Tour: Matt Savage kritisiert Shot Clock Pläne

Bei den LA Poker Classic gab es eine große Diskussion sowie eine Abstimmung zum Thema Shot Clock. Die große Mehrheit befürwortet eine kurze Bedenkzeit. Nun haben sich jedoch einige Kritiker geäußert. Erstaunlicherweise auch Matt Savage, Turnierleiter der World Poker Tour.

Vor einigen Wochen war die Einführung der Shot Clock hitzig diskutiert. Bei einer Umfrage beim Main Event der LA Poker Classic sprachen sich sogar 80% für eine einheitliche Bedenkzeit aus. Mike Sexton schrieb kurz darauf einen Blog-Beitrag und gab an: „Es ist nicht die Frage ob, sondern wann Shot Clocks kommen.“

Allerdings scheint dies noch lange nicht beschlossen. Matt Savage schrieb kürzlich auf Twitter: „Könnt ihr euch vorstellen, dass Spieler 30 Sekunden für jede Entscheidung benötigen. Es wäre schmerzhaft sich so etwas ansehen zu müssen! Lernt einfach die Clock für langsame Spieler zu rufen!

Matt Savage ist im übrigen nicht nur Turnierdirektor der World Poker Tour, sondern auch Gründer der Tournament Directors Association. Somit hat sein Wort viel Gewicht. Zumal man Anmerken muss, dass bei der Umfrage in Los Angeles sehr viele Poker-Pros abgestimmt haben und die große Masse der Amateurspieler nicht zu Wort kam.

Genau hier sieht Marvin Rettenmaier ein großes Problem. Der Poker-Pro schrieb zum Thema: „Wir errichten mehr Hürden mit einer Shot Clock. Neulinge sind ohnehin eingeschüchtert, wenn sie zum ersten Mal Live spielen sollen. Nun macht man es ihnen noch schwerer, indem man ihnen Zeitrestriktionen auferlegt. Ich denke 95% der Spieler haben mittlerweile erkannt, dass 30 Sekunden zu wenig sind.

Gibt man jedoch mehr Zeit für eine Entscheidung, dann erübrigt sich die einheitliche Shot Clock. Zum einen tendieren Spieler dazu, diese Zeit dann regelmäßig auszunutzen, was unter dem Strich die Orbits verlängern würde. Zum anderen würden Shot Clocks zwischen 1 und 3 Minuten, die man mit optionalen ‚More Time‘-Buttons verlängern kann, einen ähnlichen Effekt haben, wie das aktuelle System.


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Ossy
6 Jahre zuvor

„Lernt einfach die Clock für langsame Spieler zu rufen!“

Zeigt die Lösung doch schon auf. Einfach mal trauen!

Shmendric
6 Jahre zuvor

Das „Lernt einfach die Clock für langsame Spieler zu rufen!“ erinnert mich stark an eine Situation des WSOP ME 2013, in der Yevgeniy Timoshenko nach unzähligen, extrem langen Bedenkzeiten schlußendlich mit einer Clock belegt wurde. Der rufende Spieler war nicht in der Hand und hat den Grund für das Rufen der Clock äußerst breit dargelegt und hatte mMn vollkommen recht – wie auch Matt Savage!

Alfred
6 Jahre zuvor

Wer sich den FT der EPT Wien angesehen hat, musste sich ständig die Frage stellen, ob der Stream zusammengebrochen ist. Da hatte es der eine wichtiger als der andere. Ich bin mal so verwegen und behaupte, dass die Kartenverteilung die selbe ist, wie in Level 1. Da fliegen die Karten schneller in den Muck. Da sich die spielerischen Fähigkeiten innerhalb eines Turniers nicht drastisch ändern, sollte die Spiel- und Entscheidungsgeschwindigkeit die selbe sein.